»Gläubige berufen sich deswegen lieber auf antike Autoren als auf lebende, weil Erstere nicht widersprechen können, wenn man sie verbiegt.«


Inhaltsverzeichnis:


      Zufall versus Planung
      Zufall und Verantwortungslosigkeit
      Der Zufall – bedeutungslos?
      Das alte Design-Argument: Gerne genommen, schön falsch
      »Gutes« Argument – leider gegen Gott
      Natürlich versus künstlich: verschieden, aber gleiche Ursache?
      »Ich will Ihnen keine Religion andrehen« – und das hier ist kein Text!
      Offenbarung? Von Gott, oder nur von Menschen?

Den ursprünglichen Brief habe ich nicht mehr gefunden, aber jede Menge sehr ähnliche. Daher nehme ich jetzt einen anderen Text auseinander, den von Wolfgang Bühne, siehe →Brief an einen Atheisten. Die meisten Texte sind sich sehr ähnlich, hier schreibt einer vom Anderen ab und formuliert ein bisschen dazu.

Ich zitiere hier immer einen Teil des Briefs und kommentiere ihn dann.

 

Zufall versus Planung

Sie sind Atheist. Sie glauben, es gibt keinen Gott. Sie glauben, alles ist von selbst entstanden – der Kosmos nach einem zufälligen Urknall, das Leben in einer zufälligen Ur-Brühe, der Mensch aus einem zufällig mal etwas intelligenterem, affenähnlichen Wesen, Sie selber als das zufällige Produkt zufälliger Eltern. Ihr eigenes Leben wird nur von Zufällen regiert, und wenn Sie zufällig mal sterben sollten, so werden Ihre Überreste in irgendeiner zufälligen Grube landen. Nichts in Ihrem Leben geht auf Planung zurück. Woher auch? Es ist doch alles nur Zufall, aus anderem Zufall zufällig hervorgegangen. Es hätte deshalb ja auch alles rein zufällig ganz anders sein können.

1. Fehler: Aufbau einer falschen Dichotomie, »Zufall« und »Planung« sind keine extremen Gegensätze. Der Gegensatz zum »Glauben an einen Schöpfergott« lautet nicht, dass alles durch Zufall entstanden sein muss. Es gibt Zufall, Planung (setzt einen Planer voraus) und Notwendigkeit.

2. Fehler: Es ist nicht klar, was hier unter »Zufall« verstanden wird. Diese Unklarheit wird ausgenutzt. Zufall kann vielerlei bedeuten: Erstens, dass etwas keine Ursache hat, oder keinen Ursprung. Zweitens, dass ein Ereignis nicht durch vorhergehende Geschehnisse festgelegt (determiniert) wurde. Drittens, laut Wörterbuch, schlicht die Abwesenheit einer (kausalen) Erklärung. Das Leben wird keineswegs nur von Zufall und nicht von Planung bestimmt.

3. Fehler: Problemverschiebung. Wenn Zufall stets bedeutet, dass alles auch anders sein könnte und daher Sinnlosigkeit und keine Verantwortung regiert (wie später behauptet werden wird), dann ist Gott das Sinnloseste, was es überhaupt geben kann. Denn wir entstehen in der Evolution durch eine Kombination aus einem ganz klein bisschen  Zufall und sehr viel Notwendigkeit. Per Definition verdankt Gott seine Existenz dem Zufall, denn er hat keinen Ursprung und keine Ursache. Und es ist kein Einwand dagegen, dass er ewig existieren soll.

4. Fehler: Ein Atheist muss keineswegs glauben, dass »alles aus Zufall« entstanden ist. Genauer gesagt: Ich kenne viele Atheisten, aber keinen, der das glaubt. Hier wird also ein Strohmann aufgebaut.

 

Zufall und Verantwortungslosigkeit

Ob Sie nun ein Türke oder Deutscher, arm oder reich, Christ oder Kommunist, klug oder dumm sind – stets haben Sie die Entschuldigung zur Hand, dass Sie ja nur aus Zufall das sind, was Sie sind. Sie selber tragen also für nichts in Ihrem Leben Verantwortung! Eine wunderbare Ausrede: Deshalb besteht für Sie auch keine tiefere Veranlassung, die von zufälligen Juristen und Politikern geschaffenen zufälligen Gesetze einzuhalten. Sie dürfen also nach Herzenslust rauben, morden und plündern. Oder etwa nicht? Und wie steht es mit der Moral? Ist die nicht auch nur das zufällige Produkt zufälliger Moralprediger, die Ihnen ihren Willen aufzwingen wollen? Sie dürfen also als überzeugter Atheist getrost auch auf Moral verzichten. Denn schließlich ist alles, was Sie umgibt und auch Sie selber – rein zufällig und deshalb sinnlos.

1. Fehler: Gleichsetzung von »Zufall« und »Verantwortungslosigkeit«. Das Argument könnte auch lauten: Da Gott seiner Existenz einem Zufall zu verdanken hat, hat er für nichts eine Verantwortung, und eine Moral hat er auch nicht. Natürlich glaubt das kein Theist, und wir folgen ihm darin: Wir glauben das auch nicht, weder für uns noch für Gott. Wir sind für unsere gewollten Handlungen verantwortlich, weil wir so oder so – Zufall hin oder her – auch die Konsequenzen tragen müssen.

Hier wird einmal mehr die Legende aufgebaut, dass Atheisten keine Moral kennen, oder keine Begründung dafür haben. Das habe ich andernorts bereits zurückgewiesen: →Die bessere Begründung der Moral?. Schöpfungsgottgläubige haben nicht nur keine bessere Begründung für ihre Moral, sondern ihre Moral hat noch sehr viel mehr ungelöste Probleme als eine beliebige atheistische Moral.

 

Der Zufall – bedeutungslos?

Ob es Sie überhaupt gibt oder nicht, spielt gar keine Rolle. Ob es Ihnen gut geht oder schlecht, hat nichts zu bedeuten. Es lohnt sich also gar nicht, Sie auch nur eines weiteren Blickes zu würdigen, Sie als Zufallsprodukt überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Sie sind anderer Meinung? Sie halten doch etwas auf sich selbst? Sie wollen mehr sein als nur ein zufälliger Haufen Fleisch an einem rein zufälligen Ort? Sie behaupten gar, Intelligenz zu besitzen? Ja woher denn? Ein eiserner Grundsatz der Informatik ist, dass Information – also auch Intelligenz – nicht von selbst, also nicht aus Zufall entstehen kann.

1. Fehler: Die Bedeutung eines Ereignisses ergibt sich nicht dadurch, ob es zufällig ist oder nicht. Niemand käme auf die Idee, einem Lottogewinn denselben Wert oder dieselbe Bedeutung (oder keine) zuzumessen wie einem durch Zufall geschehenen Unfall, bei dem man beide Arme verliert.

2. Fehler: Dass es ein »eisernes Gesetz« der Informatik sei, dass keine Information durch Zufall entstehen kann, ist blühender Blödsinn. Es ist als Annahme widerlegbar falsch. Siehe dazu etwa [Stenger 2009a]. Ich werde das Experiment, mit dem man dies ganz einfach widerlegen kann, später beschreiben.

 

Das alte Design-Argument: Gerne genommen, schön falsch

Wenn Sie das nicht glauben wollen, dann schalten Sie doch mal ihren Heimcomputer an und warten darauf, dass er von selber Intelligenz entwickelt. Ich wette mit Ihnen, da können Sie lange drauf warten. Wenn Sie nicht irgendwann damit anfangen, selber Intelligenz in den Rechner zu stecken – entweder Ihre eigene oder fremde in Form von gekauften Programmen – dann wird das Ding gar nichts tun. Da können Sie ruhig ein paar Millionen Jahre davor sitzen und warten – der Rechner wird nie von selber intelligent werden. Eben weil Information, also auch Intelligenz, nicht von selber kommt. Doch kommen wir auf Sie zurück:

1. Fehler: Dass ein Rechner nicht »von selbst« Intelligenz entwickelt ist ebenso wenig ein Argument gegen die Entstehung von Intelligenz wie die Tatsache, dass Steine im Verlaufe von Jahrmilliarden keine Intelligenz entwickelt haben. Der Fehler von oben wird wiederholt, wenn es stimmen würde, was da behauptet wird, dann hätten wir jetzt ein gutes Argument gegen Gott: Gott kann nicht intelligent sein, weil Intelligenz und Information nicht »von selbst« entstehen können, sondern einen Planer voraussetzen. Folglich kann Gott nur intelligent sein, wenn er einen intelligenten Planer hatte. Da dies ausgeschlossen ist, ist damit bewiesen, dass Gott nicht intelligent sein kann.

Es gibt eine Beobachtung von mir: Jedes Argument für Gott, das ich kenne, enthält Logikfehler. Beseitigt man die, hat man entweder kein Argument mehr oder eines gegen  Gott. Das ist hier nicht anders: Alle Argumente, die scheinbar für Gott sprechen, beruhen darauf, dass man die Argumentation ohne jeden Grund  nicht auf Gott anwendet. D. h., neben den erwähnten Fehlern haben wir immer noch den Fehler der »Berufung auf einen Spezialfall«. Man stellt ein paar Regeln auf, die dann dafür sprechen, dass Gott existiert. Aber wenn diese Regeln wirklich  gelten würden, dann könnte Gott unmöglich existieren. Man behilft sich, in dem die »universell geltenden Regeln« mal kurz eben für Gott eingeschränkt werden. Zusätzlich, neben der zirkulären Logik, enthält dies den Fehler des gestohlenen Konzepts. Siehe dazu auch mein Buch!

 

»Gutes« Argument – leider gegen Gott

Da Sie aus Zufall entstanden sind, können Sie folglich auch nicht Intelligenz haben, keinen Geist! Sie beharren trotzdem darauf, dass ich Sie als intelligentes Wesen respektieren soll? Wenn dem wirklich so wäre, dann müsste doch irgendetwas mit Ihrer atheistischen Grundannahme falsch sein: Dann könnten Sie kein Zufallsprodukt sein. Dann müsste Ihnen ja irgendjemand, der mit planerischer Intelligenz begabt ist, ein Programm gegeben haben, das Ihnen sagt, wie Sie essen und trinken, atmen, laufen, schlafen, lieben und denken sollen. Können Sie sich das vorstellen? Nun, in der Tat, Sie haben so ein Programm! Es steckt in Ihren Genen. Man entziffert es gerade weltweit in mehreren Laboratorien; schon in wenigen Jahren wird dieses sog. »Genom-Projekt« beendet sein. Jeder Mensch hat ein derartiges Programm. Und das ist nicht nur irgend so ein hingehunztes Programm wie manchmal die kommerziellen, die unseren Computer zum Absturz bringen. Nein, unser eingebautes inneres Programm ist so perfekt, dass es typischerweise 70 bis 100 Jahre lang ohne Absturz funktioniert! Und es ist so kompliziert und so raffiniert geschrieben, dass wir es trotz aller Bemühungen bis heute nicht richtig verstehen. Wir können inzwischen zwar schon große Teile davon lesen, denn wir kennen die Buchstaben (die Aminosäuren); wir kennen auch die grammatischen Regeln, die die Buchstaben zusammen binden (also die Molekularchemie); wir verstehen sogar schon die Bedeutung mancher Programmteile (z.B. zur Produktion von Enzymen, Förderung oder Hinderung von Wachstum usw.) – aber wir verstehen beileibe noch nicht die Sprache, in der unser Programm geschrieben ist. Wir Menschen sind allenfalls stolz darauf, dass wir schon wissen, wie wir unser persönliches Programm kaputt kriegen: z.B. mit Radioaktivität oder Gift. Der lebendige Beweis.

Durch Zufall gibt es keinen Geist. Anders gesagt, ohne Ursprung und ohne Ursache kann es keinen Geist geben. Folglich existiert Gott nicht.

Und der menschliche Verstand funktioniert keineswegs perfekt und ohne Absturz. Beweis: der hier zitierte Brief.

Außerdem wird gerne die Perfektion als Beweis für Gott genommen. Aber, dann würde jede Imperfektion gegen Gott sprechen. Das wird aber ignoriert.

 

Natürlich versus künstlich: verschieden, aber gleiche Ursache?

Und es ist ja nicht nur ein persönliches Programm, dass Sie bekommen haben. Sie haben dazu auch noch einen eingebauten Code erhalten. Den versteht ihr Körper und nur deshalb kann er die Aminosäuresequenzen ihres Programms in ihren Zellen lesen und in die entsprechenden Befehle übersetzen: Wachse! Iss! Denke! Nun, nutzen Sie diese Befehle? Denken Sie? Wer hat Sie wohl programmiert? Der Zufall kann es nicht sein: Das haben wir geklärt. Menschen sind dazu bis jetzt noch nicht in der Lage, dazu ist Ihr Programm viel zu kompliziert. Wer bleibt da als Täter übrig? Niemand? Das ist unlogisch, denn dann könnten Sie auch nicht existieren, Sie mit ihrem komplizierten eingebauten Programm. Es gibt Sie aber! Und das wissen Sie selber.

1. Fehler: Falsche Analogie – ein menschliches Gehirn ist kein Computer. Computer werden von Menschen konstruiert, menschliche Gehirne nicht. Beide kann man nicht ohne weiteres miteinander vergleichen. Hier ist der Standard-Fehler aller Design-Argumente: Es wird eine Analogie zwischen zwei Dingen gezogen (natürlichen und künstlichen Ursprungs), die nicht miteinander vergleichbar sind, um dann auf eine gleiche Ursache (einen Schöpfer) zu schließen. Wenn zwei Dinge nicht gleich sind, dann heißt dies aber meistens: Sie hatten auch verschiedene Ursachen.

2. Fehler: Wenn Denken einen Programmierer voraussetzt, wieso kann Gott dann denken? Wenn Gott ohne einen Programmierer denken kann, warum dann nicht auch der Mensch? Hat der etwa keinen Geist?

Ich behaupte hier, dass ich diesen Täter kenne. Ich kenne seinen Namen, seine Herkunft und seine Geschichte. Sogar sein Tatmotiv. Es handelt sich um Jesus, den Sohn Gottes, der als Christus vor knapp 2000 Jahren auf der Erde war. Jetzt dämmert es Ihnen: Der Bursche, der Ihnen diesen Brief gegeben hat, ist so dummdreist, Ihnen als aufgeklärtem Atheisten eine Religion unterjubeln zu wollen! Ist das nicht eine Frechheit? Können Sie Sich in ihrem Stolz so etwas überhaupt bieten lassen? Wo Sie doch wissen, dass Sie völlig sinnlos, ohne jegliches Programm, rein aus Zufall entstanden sind und deshalb auch keinen Gott nötig haben! Daran glauben Sie doch, das ist doch ihre Art von Religion! Oder ist Ihre Religion nicht vielleicht doch falsch? Ist da nicht vielleicht doch ein Widerspruch vorhanden? Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie ein intelligentes Lebewesen sind, mit Verstand und Gefühl begabt, dann sollte es Sie schon interessieren, woher Sie eigentlich wirklich kommen. Schon deshalb, damit Sie begreifen, was aus Ihnen einmal werden wird. Bitte lassen Sie es mich an dieser Stelle ganz klar und deutlich sagen:

Hier werden keine neuen Fehler gemacht, sondern nur eine  der Religionen herausgegriffen und behauptet, dass damit die zuvor gezeigten Probleme gelöst wären. Hier steht nur die Behauptung, zu wissen, woher das alles kommt. Woher hat er dieses Wissen? Doch nur daher, dass er ein heiliges Buch willkürlich einem anderen vorzieht. Man könnte ja doch auch den Koran nehmen, oder nur das Alte Testament, ohne das neue …

 

»Ich will Ihnen keine Religion andrehen« – und das hier ist kein Text!

Ich will Ihnen keine Religion andrehen!

Echt jetzt nicht!? – das hätten wir in meiner Jugendzeit geantwortet, mit deutlich hochgezogenen Augenbrauen.

Sie sollen nicht Ihren Verstand abschalten und dümmlich hinter irgendeinem Guru hinterherlaufen (mitsamt Ihrem Geldbeutel, versteht sich)! Im Gegenteil! Sie sollen Ihren ganzen Verstand gebrauchen, so viel Sie auch immer davon haben!

Tut mir Leid, aber hierauf könnte ich nur mit Polemik antworten, und das will ich nicht. Selbstverständlich geht es in den meisten Religionen letztlich doch darum, möglichst viele zahlende Mitglieder zu haben, oder ein hohes Spendenaufkommen. Nur sagt man das zu Beginn natürlich nicht.

Und leider ist es so, dass es eben sehr viele Denkfehler in dem Text gibt. Sehr viele der Aussagen sind keine echten Argumente. Leider kommt man damit doch zu leicht auf die Idee, dass es, irgendwie, doch darum geht, seinen Verstand nicht in voller Kapazität zu gebrauchen und einem Guru oder Priester zu folgen.

Dieser Jesus Christus, von dem wir schon sprachen, ist die personifizierte Intelligenz schlechthin. Im Auftrag Gottes, seines Vaters, hat er Sie geschaffen – also Ihr Programm in codierter Form geschrieben und dafür gesorgt, dass dieser Code auch gelesen und in die Tat umgesetzt wurde. Sie sind das intelligente Produkt der höchsten nur denkbaren Intelligenz! Nichts, wirklich gar nichts wurde bei Ihnen dem Zufall überlassen. Falls Sie sich jemals die Knochen brechen sollten – ich wünsche Ihnen von Herzen, dass das nie passiert! – dann werden diese nach ein paar Wochen wieder »von selbst« zusammengewachsen sein. Wenn Sie sich in den Finger schneiden, dann wird die Wunde »von selbst« wieder heilen. Wenn Sie mit ihrem Partner in Liebe zusammen sind, dann wird »von selbst« ein Kind entstehen. Wirklich alles nur »von selbst«? Blinder Zufall? Im Gegenteil, all das ist das Resultat perfekter Planung, umgesetzt in eine perfekte Programmierung, die auch Eventualitäten einschließt, die in Ihrem Leben vielleicht nie eintreten werden. Komplizierte Prozesse wie Selbstreparatur und Selbstreproduktion sind in Ihnen vorprogrammiert, wie es unsere ausgeklügeltsten technischen Produkte bis heute noch nicht aufweisen.

Auch hier wird nur der Fehler wiederholt, dass Planung einen Planer voraussetzt. Und dass blinder Zufall das Gegenteil von Planung ist. In Wahrheit ist Notwendigkeit  das Gegenteil von Zufall. Das gibt es nur dort, wo etwas bestimmten Regeln  nach geschieht, etwa den Naturgesetzen. Das wäre jetzt einen eigenen Beitrag wert: Woher kommen die Naturgesetze, und was bedeuten sie? Nur kurz: Was wir Naturgesetze  nennen sind eigentlich Naturbeschreibungen. Siehe auch: →woher kommen die Naturgesetze?.

Ich denke, den Rest kann ich mir (und Ihnen) hier ersparen, weil keine Argumente mehr kommen. Oder etwas, was nach einem Argument aussieht.

 

Offenbarung? Von Gott, oder nur von Menschen?

Nur eines noch, zum Abschluss:

Sie sind nun neugierig geworden, woher ich das alles wissen will? Weil es mir der »Große Programmierer« mit seinem Vater selber mitgeteilt hat. Seine Information liegt mir in Buchform vor, aber es gibt sie auch als CD und im Internet.

Alles dies wurde von anderen Menschen gemacht. Das Buch wurde von Menschen verfasst und aufgeschrieben und weitergereicht. Dass diese Information von Gott kommt, ist ein durch nichts zu rechtfertigender Trugschluss.

Ich denke nicht, dass dieser angeblich an einen Atheisten gerichtete Brief einen Ungläubigen überzeugen wird. Die christliche Religion kann überwiegend nur Kinder überzeugen, aber keine Erwachsenen. Ich denke, der Brief soll eher bereits Gläubige in den Schranken der eigenen Religion halten. Weil die Ungläubigen durchaus wissen, dass sie nicht glauben, was ihnen im Brief unterstellt wird. Die Gläubigen kennen das jedoch oft nicht. Der hier verwendete Trick besteht darin, eine angeblich »einzig Mögliche« Alternative zum Glauben aufzubauen, die ziemlich unsinnig ist. Im Kontrast dazu erscheint der Glauben dann vernünftig. Nur ist die aufgebaute Gegenposition keine, die von Atheisten ernsthaft geglaubt wird – ein Atheist kann sich in der Beschreibung schlicht nicht wiederfinden. Man nennt dies ein Strohmann-Argument.

Lesen Sie weiter: Das Argument des Unglaubens – atheologisches Argument
»Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn sagen, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann  (Vince Ebert


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