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Brief an einen Atheisten - die Antwort

Der folgende Text stammt von einer Website, ich habe ihn durch Zufall gefunden. Ich setze mich damit auseinander, weil er eine Fülle von Vorurteilen gegen Atheisten enthält. Die Zitate aus dem Brief sind in weißer Schrift auf blauem Grund. Vielleicht lesen Sie aber zunächst den kompletten Text ohne meine Kommentare.

Brief an einen Atheisten. Dazu gibt es ein Buch, siehe auch →Brief an einen Atheisten von Dietmar Fink.

Sie sind Atheist. Sie glauben, es gibt keinen Gott. Sie glauben, alles ist von selbst entstanden - der Kosmos nach einem zufälligen Urknall, das Leben in einer zufälligen Ur-Brühe, der Mensch aus einem zufällig mal etwas intelligenterem affenähnlichen Wesen, Sie selber das zufällige Produkt zufälliger Eltern. Ihr eigenes Leben wird nur von Zufällen regiert, und wenn Sie zufällig mal sterben sollten, so werden Ihre Überreste in irgendeiner zufälligen Grube landen. Nichts in Ihrem Leben geht auf Planung zurück. Woher auch? Es ist doch alles nur Zufall, aus anderem Zufall hervorgegangen. Es hätte deshalb ja auch alles rein zufällig ganz anders sein können.


Die Überbetonung des Zufalls ist ein probates Mittel zur Diskreditierung der Evolutionstheorie und des Atheismus. Ob der Urknall zufällig war, können wir (momentan) nicht wissen, darüber zu spekulieren ist müßig. Die Entstehung des Lebens aber geschah definitiv nicht nur aus einem Zufall heraus, sondern aus einem Wechselspiel von Zufall und Notwendigkeit. Sich nur auf den Zufall zu versteifen ist daher unsinnig. Dass Zufälle im Leben eine Rolle spielen - wer wollte das bestreiten? Der Schluss, dass deswegen nichts in meinem Leben auf Planung zurückgeht, ist dann aber ein ohne jeden logischen Zusammenhang. Gerade weil es im Leben Zufall gibt, muss man sorgfältig planen, nur, man muss es selbst tun, es wird einem nicht abgenommen. Wenn man dagegen (konsequent) denkt, die Planung käme von außen, dann macht man sich selbst zum Spielball des Zufalls (so konsequent sind die meisten Gläubigen dann aber doch nicht, zu ihrem Glück).

Es stimmt, alles hätte rein zufällig auch anders sein können. Ich hätte nicht geboren werden müssen, umso erfreuter bin ich, dass ich trotzdem existiere.

Ob Sie nun ein Türke oder Deutscher, arm oder reich, Christ oder Kommunist, klug oder dumm sind - stets haben Sie die Entschuldigung zur Hand, dass Sie ja nur aus Zufall sind, was Sie sind. Sie selber tragen also für nichts in Ihrem Leben Verantwortung!


Das ist wiederum so eine Annahme: dass der Zufall uns die Verantwortung nimmt. Vieles in meinem Leben ist Teil einer sorgfältigen Planung, und für Dinge, bei denen ich handle, bin ich auch selbst verantwortlich. Wenn ich zufällig vorbeikomme, wenn gerade ein Mensch ertrinkt, dann gehe ich nicht weiter und sage "Alles nur Zufall, ich bin für nichts verantwortlich". Im Gegenteil, gerade, weil ich zufällig vorbeikomme, bin ich jetzt dafür verantwortlich, den Ertrinkenden zu retten.

Und eine Entschuldigung zu haben, macht mein Leben auch nicht besser. Im Gegenteil, wenn Gott dafür ursächlich verantwortlich ist, dass ich Türke oder Deutscher in, arm oder reich etc., dann habe ich selbst keine Verantwortung dafür, aber immer eine Entschuldigung! Ich kann nur verantwortlich sein für meine eigene Planung, aber nicht für die Gottes. Vor allem, wenn ich meine, Gott Gehorsam zu schulden, dann gebe ich damit meine Verantwortung auf.

Eine wunderbare Ausrede: Deshalb besteht für Sie auch keine tiefere Veranlassung, die von zufälligen Juristen und Politikern geschaffenen zufälligen Gesetze einzuhalten. Sie dürfen also nach Herzenslust rauben, morden und plündern. Oder etwa nicht? Und wie steht es mit der Moral? Ist die nicht auch das zufällige Produkt zufälliger Moralprediger, die Ihnen ihren Willen aufzwingen wollen? Sie dürfen also als überzeugter Atheist getrost auch auf Moral verzichten. Denn schließlich ist alles, was Sie umgibt - und auch Sie selber - rein zufällig und deshalb sinnlos. Ob es Sie überhaupt gibt oder nicht, spielt gar keine Rolle. Ob es Ihnen gut geht oder schlecht, hat nichts zu bedeuten. Es lohnt sich also gar nicht, Sie eines weiteren Blickes zu würdigen, Sie als Zufallsprodukt überhaupt zur Kenntnis zu nehmen.


Das ist ein absurdes Argument ad hominem. Hier wird wieder so getan, als ob Atheisten moralisch verantwortungslose Menschen sein. Zum einen ist das faktisch nicht so, eher im Gegenteil (siehe auch Sind Christen bessere Menschen?). Zum anderen: Selbst wenn es so wäre (was ich bestreite), macht dies den Atheismus nicht falsch.

Es ist ein simpler Denkfehler, zu behaupten, etwas sei falsch, weil es zu unangenehmen Konsequenzen führt. Etwa nach dem Motto: "Es ist unmoralisch, dass der Stärkere gegenüber dem Schwächeren gewinnt, und deshalb ist der Darwinismus falsch". Moralische Regeln beschreiben, wie etwas sein Soll, Wissenschaft beschreibt, was Ist, und nie verwechselt man ungestraft das Eine mit dem Anderen.

Außerdem ist hier wieder die ungerechtfertigte Behauptung: Etwas ist zufällig, also ist es sinnlos. Da Sinn etwas ist, was wir dem Leben geben, können wir auch zufälligen Dingen einen Sinn geben, damit sind sie nicht mehr sinnlos. Es gibt einfach keinen logischen Zusammenhang zwischen "zufällig" und "sinnlos".

Sie sind anderer Meinung? Sie halten doch etwas auf sich? Sie wollen mehr sein, als ein zufälliger Haufen Fleisch an einem rein zufälligen Ort? Sie behaupten gar, Intelligenz zu besitzen? Ja woher denn? Ein eiserner Grundsatz der Informatik ist, dass Information - also auch Intelligenz - nicht von selbst, also nicht aus Zufall entstehen kann.


Dass Information nicht durch Zufall entstehen kann, ist durch nichts bewiesen, eher im Gegenteil. Selbstverständlich enthält jeder Zufall auch Informationen. Und auch hier wieder diese Überbetonung des Zufalls, denn Information entsteht aus Zufall und Notwendigkeit. Trennt man das Eine von dem Anderen, wie hier versucht wird, so entsteht ein reiner Unsinn, den man dann bequem demontieren kann. Man bezeichnet dies als Strohmann-Argumentation: Da man dem Atheismus nicht mit Argumenten beikommen kann, baut man einen falschen Atheismus auf, denn man dann widerlegt, um behaupten zu können, damit den eigentlichen Atheismus widerlegt zu haben. Im Atheismus geht es aber um das Fehlen eines Glaubens an Gott, nicht darum, dass unser Leben komplett vom Zufall regiert wird.

Es gibt sogar einige atheistische Philosophien, für die es überhaupt kaum Zufall gibt, sondern alles Teil einer logischen Entwicklung ist - Beispiel Kommunismus. Atheismus verträgt sich sehr gut mit der Annahme, dass es so gut wie keinen Zufall gibt oder sogar überhaupt keinen Zufall.

Hinzu kommt: Wenn das Argument stimmt, dass Intelligenz nicht aus Zufall oder dem Nichts entstehen kann, dann darf man auch nicht annehmen, dass Gott intelligent ist, denn woher sollte seine Intelligenz kommen? Hier wird eine Pseudo-Erklärung benutzt: Es gibt Intelligenz, weil es Intelligenz gibt. D. h., Intelligenz wurde durch Gott geschaffen, der selbst intelligent ist. Dass eine Intelligenz auch wiederum Intelligenz erzeugen kann, kann man wohl kaum bestreiten, aber damit ist die Herkunft der Intelligenz bloß verschoben. Damit ist die Behauptung, dass Intelligenz nicht durch Zufall (und Notwendigkeit) entstehen kann, rein tautologischer Natur, also völlig sinnfrei. Es wird vorausgesetzt, was man eigentlich erklären möchte, womit die Erklärung ungültig ist.

Das Argument sieht formal so aus:
(P1) Keine Intelligenz kann durch Zufall entstehen, sondern setzt bewusste (intelligente) Planung voraus.
(P2) Menschen sind intelligent.
Schlussfolgerung:
(S) Menschliche Intelligenz ist durch bewusste und intelligente Planung entstanden.

Die Prämisse (P1) ist aber falsch, denn woher kommt die Intelligenz Gottes? Sie kann - wenn (P1) richtig sein sollte - nur durch bewusste (intelligente) Planung entstanden sein. Entweder gab es also einen Superschöpfer, der Gott geschaffen hat, der wiederum einen Supersuperschöpfer benötigt usw. usf. bis in alle Ewigkeit (dies nennt man einen unendlichen Regress). Oder aber wir nehmen Gott davon aus - seine Intelligenz beruht nicht auf bewusster (intelligenter) Planung. Damit ist (P1) aber widerlegt, denn dort steht keine Intelligenz, aber das stimmt nicht, denn Gottes Intelligenz kam ohne bewusste (intelligente) Planung zustande. Also gibt es Ausnahmen, damit ist (P1) falsch und damit auch die Schlussfolgerung (S).

Wir haben hier ein Beispiel, bei dem mit einem längst widerlegten Gottesbeweis gearbeitet wird. Das mag zunächst plausibel erscheinen, ist aber notwendig falsch. Das macht dann auch die Schlussfolgerungen des nächsten Abschnitts völlig falsch:

Wenn Sie das nicht glauben wollen, dann schalten Sie doch mal ihren Computer an und warten darauf, dass er von selber Intelligenz entwickelt. Ich wette mit Ihnen, da können Sie lange darauf warten. Wenn Sie nicht irgendwann damit anfangen, selber Intelligenz in den Rechner zu stecken - entweder Ihre eigene oder fremde in Form von gekauften Programmen - dann wird das Ding gar nichts tun. Da können Sie ruhig ein paar Millionen Jahre davor sitzen und warten - der Rechner wird nie von selber intelligent werden. Eben weil Information, also auch Intelligenz, nicht von selber kommt. Doch kommen wir auf Sie zurück: Da Sie aus Zufall entstanden sind, können Sie folglich auch nicht Intelligenz haben, keinen Geist!


Da ich aber trotzdem einen Geist habe, ist dieses Beispiel falsch (es ist deswegen u. a. falsch, weil Computer sich nicht selbst replizieren - würde man sich selbst replizierende Maschinen bauen, dann könnten diese eines Tages auch Intelligenz entwickeln).

Sie beharren trotzdem darauf, dass ich Sie als intelligentes Wesen respektieren soll? Wenn dem wirklich so wäre, dann müsse doch irgendetwas mit Ihrer atheistischen Grundannahme falsch sein: dann könnten Sie kein Zufallsprodukt sein. Dann müsste Ihnen ja irgendjemand, der mit planerischer Intelligenz begabt ist, ein Programm gegeben haben, das Ihnen sagt, wie Sie essen und trinken, atmen, laufen, schlafen, lieben und denken sollen. Können Sie sich das vorstellen? Nun, in der Tat, Sie haben so ein Programm! Es steckt in Ihren Genen. Man entziffert es gerade weltweit in mehreren Laboratorien; schon in wenigen Jahren wird dieses sog. "Genom-Projekt" beendet sein. Jeder Mensch hat ein derartiges Programm. Und das ist nicht nur irgend so ein hingehunztes Programm wie manchmal die kommerziellen, die unseren Computer zum Absturz bringen. Nein, unser eingebautes inneres Programm, ist so perfekt, dass es typischerweise 70 bis 100 Jahre ohne Absturz funktioniert! Und es ist so kompliziert und raffiniert geschrieben, dass wir es trotz aller Bemühungen bis heute nicht richtig verstehen. Wir können inzwischen zwar schon große Teile davon lesen, denn wir kennen die Buchstaben (die Aminosäuren); wir kennen auch die grammatischen Regeln, die die Buchstaben zusammen binden (also die Molekularchemie); wir verstehen sogar schon die Bedeutung mancher Programmteile (z.B. zur Produktion von Enzymen, Förderung oder Hinderung von Wachstum usw.)- aber wir verstehen beileibe noch nicht die Sprache, in der unser Programm geschrieben ist. Wir Menschen sind allenfalls stolz darauf, dass wir schon wissen, wie wir unser persönliches Programm kaputt kriegen: z.B. mit Radioaktivität oder Gift. Hiroshima-Krüppel und Contergan-Kinder sind dafür der lebendige Beweis. Und es ist nicht nur ein persönliches Programm, dass Sie bekommen haben - Sie haben dazu auch noch einen eingebauten Code erhalten. Den versteht Ihr Körper und deshalb kann er die Aminosäuresequenzen ihres Programms, in ihren Zellen lesen und in die entsprechenden Befehle übersetzen: Wachse! Iss! Denke!


Ich beharre darauf, als intelligentes Wesen akzeptiert zu werden, weil ich mit der Widerlegung des Gottesbeweises das Vorhandensein einer gewissen Intelligenz bewiesen habe. zwinkerndes  Smiley

Für die in diesem Abschnitt besprochenen Dinge haben wir eine Theorie, die völlig ohne einen Gott auskommt: die Evolutionstheorie. Ich kann also auch weiterhin Respekt als intelligentes Wesen erwarten, selbst wenn es keinen Gott gibt.

Nun nutzen Sie diese Befehle? Denken Sie? Wer hat Sie wohl programmiert? Der Zufall kann es nicht sein: Das haben wir geklärt. Menschen sind dazu bis jetzt noch nicht in der Lage, dazu ist ihr Programm viel zu kompliziert. Wer bleibt da als Täter übrig? Niemand? Das ist unlogisch, denn dann könnten Sie nicht existieren, Sie mit ihrem komplizierten eingebauten Programm. Es gibt Sie aber! Und das wissen Sie selber.


Wenn Denken von Gott programmiert wurde, warum ist dann das Programm so unvollkommen, dass Menschen auf so einfache Denkfehler wie in dem obigen Beispiel hereinfallen? Ist es dann logisch, von Gott Allwissenheit anzunehmen?

Ich behaupte hier, dass ich diesen Täter kenne. Ich kenne seinen Namen, seine Herkunft und seine Geschichte. Sogar sein Tatmotiv. Es handelt sich dabei um Jesus, den Sohn Gottes, der als Christus vor knapp 2000 Jahren auf der Erde war. Jetzt dämmert es Ihnen: Der Bursche, der Ihnen dieses Büchlein gegeben hat, ist so dumm dreist, Ihnen als aufgeklärtem Atheisten eine Religion unterjubeln zu wollen! Ist das nicht eine Frechheit? Können Sie sich in Ihrem Stolz so etwas überhaupt bieten lassen? Wo Sie doch wissen, dass Sie völlig sinnlos, ohne jegliches Programm, rein aus Zufall entstanden sind und deshalb auch keinen Gott nötig haben! Daran glauben Sie doch, das ist doch Ihre Art von Religion! Oder ist Ihre Religion nicht vielleicht doch falsch? Ist da nicht etwas doch ein Widerspruch vorhanden? Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie ein intelligentes Lebewesen sind, mit Verstand und Gefühl begabt, dann sollte Sie es schon interessieren, woher Sie eigentlich wirklich kommen. Schon deshalb, damit Sie begreifen, was aus Ihnen einmal werden wird.


Die Frage ist nur, ob man seine Behauptungen begründen kann, und wie gut man das kann. Und abenteuerliche Behauptungen bedürfen auch einer besonders guten Begründung. Wir haben gesehen, dass die Begründung in diesem Brief auf einem logischen Fehler aufgebaut ist, d. h., die Behauptung hat überhaupt keine Begründung und muss daher zurückgewiesen werden. Mein Stolz als intelligentes Wesen beruht darauf, dass ich in der Lage bin, fehlerhafte Begründungen zu entdecken und zurückzuweisen.

Abgesehen davon ist Atheismus keine Religion, sondern das Fehlen eines Glaubens an Gott. Ansonsten müsste man auch das "Nichtsammeln von Briefmarken" als ein Hobby bezeichnen oder "Glatze" als eine Haarfarbe.

Bitte lassen Sie es mich an dieser Stelle ganz klar und deutlich sagen: Ich will Ihnen keine Religion andrehen! Sie sollen nicht Ihren Verstand abschalten und dümmlich hinter irgendeinem Guru hinterherlaufen (mitsamt Ihrem Geldbeutel, versteht sich)! Im Gegenteil! Sie sollen Ihren ganzen Verstand gebrauchen, soviel Sie auch immer davon haben!


Ja, das finde ich gut. Und wir sehen, was dabei herauskommt, wenn man seinen Verstand gebraucht.

Dieser Jesus Christus, von dem wir schon sprachen, ist die personifizierte Intelligenz schlechthin. Im Auftrag Gottes, seines Vaters, hat er Sie geschaffen - also Ihr Programm in codierter Form geschrieben und dafür gesorgt, dass dieser Code auch gelesen und in die Tat umgesetzt wurde. Sie sind das intelligente Produkt der höchsten nur denkbaren Intelligenz! Nichts, wirklich gar nichts wurde bei Ihnen dem Zufall überlassen.


Wenn nichts dem Zufall überlassen wurde (und wir den Denkfehler mal einen Moment ignorieren), dann ist dieser Jesus für alles verantwortlich, also auch für alles Leid dieser Welt. Tut mir Leid, aber wer für so viel Übel verantwortlich ist, könnte auch leicht ein bösartiger Dämon sein oder ein Mischgott (sowohl gut als auch böse) oder es könnte sich um mehrere Götter handeln  [1].

Falls Sie sich jemals die Knochen brechen sollten - ich wünsche Ihnen von Herzen, dass das nie passiert! - dann werden diese nach ein paar Wochen wieder "von selbst" zusammengewachsen sein. Wenn Sie sich in den Finger schneiden, dann wird die Wunde "von selbst" wieder heilen. Wenn Sie mit Ihrem Partner in Liebe zusammen sind, dann wird "von selbst" ein Kind entstehen. Wirklich alles nur "von selbst"? Blinder Zufall? Im Gegenteil, all das ist das Resultat perfekter Planung, umgesetzt in eine perfekte Programmierung, die auch Eventualitäten einschließt, die in Ihrem Leben vielleicht nie eintreten werden. Komplizierte Prozesse wie Selbstreparatur und Selbstreproduktion sind in Ihnen vorprogrammiert, wie es unsere ausgeklügelten technischen Produkte bis heute noch nicht aufweisen. Stellen Sie sich bloß vor, Sie hätten ein Auto, dass sich nach einem Unfall selbst reparieren würde und das sich, kurz bevor Sie es zur Müllkippe fahren, reproduzieren würde, damit Sie ein neues haben! Alberner Wunschtraum? Nein- Sie selber sind so ein Hightech-Produkt! Mit derart fantastischen Eigenschaften, dass Sie davon noch nicht einmal träumen können! Also genau das Entgegengesetzte von blindem Zufall.


Komisch, dass Jesus nur für das Heilen, aber nicht für das Brechen der Knochen verantwortlich sein soll (aber ansonsten für alles verantwortlich sein sollte). Da passt etwas nicht ganz zusammen ...

Sie sind nun neugierig geworden, woher ich das wissen will? Weil es mir der "Große Programmierer" mit seinem Vater selbst mitgeteilt hat. Seine Information liegt mir in Buchform vor, aber es gibt sie auch als CD und im Internet. Diese Information ist, weil in allgemein verständliche Sprache übertragen, leicht zu verstehen. Man muss sich bloß die Mühe machen, seine Nachricht zu lesen. Diese Mühe kann und will ich Ihnen aber nicht abnehmen. Denn ich will auf keinen Fall, dass Sie das Gefühl bekommen, ich würde Sie übertölpeln, Sie zu etwas überreden, was nicht stimmt: Sie selber müssen diese Sache mit Gott und Jesus Christus persönlich überprüfen und klären! Lesen Sie kritisch seine gesammelten Werke, genannt: die Bibel. Lassen Sie sich nicht von historischem Beiwerk ablenken, sondern überlegen Sie sich bei jeder Geschichte, was diese, auf Sie persönlich bezogen, für Sie zu bedeuten hat. Wenn Sie etwas nicht gleich verstehen, so lesen Sie trotzdem weiter: Die Bibel ist (wie jedes gute wissenschaftliche Handbuch) selbst erklärend aufgebaut. Was Sie nicht gleich verstehen, wird ihnen später klar werden. Dieses Buch ist ein perfekter Leitfaden für jede Lebenssituation, für jeden Menschen an jedem Ort und zu jedem Zeitalter - auch hier finden wir auf psychologischer, sozialer, literarischer und allgemein menschlicher Ebene dieselbe Perfektion, wie sie uns Gott in seiner lebendigen Programmierkunst zeigt.


Dem Schreiber dieses Briefs wurde von Gott selbst mitgeteilt, dass es sich um eine Offenbarung Gottes handelt. Mir hat Gott nichts dergleichen mitgeteilt, und darin liegt auch schon das ganze Problem einer Offenbarung. Soll ich dem Schreiber dieses Briefes jetzt glauben oder nicht? Aber wie sollte ich jemandem trauen - vor allem in so einer schwer wiegenden Frage - der versucht, mit falscher Logik mich von etwas zu überzeugen? Entweder, er kannte den logischen Fehler, dann hat er versucht, mich zu betrügen. Oder er kannte den Fehler nicht, wie soll ich dann darauf vertrauen können, dass er nicht bei der Anerkennung der Offenbarung einen weiteren Fehler gemacht hat? Und genau dies ist der Fall, wie ich im Abschnitt über die Offenbarung gezeigt habe: Auch der angebliche Offenbarungscharakter der Bibel beruht auf einer Reihe von Denkfehlern. Auch dies spricht nicht dafür, dem Briefschreiber in dieser Frage zu trauen.

Wenn die Bibel wirklich selbst erklärend wäre, wozu dann dieser gewaltige Aufwand mit der Exegese? Eines habe ich nämlich inzwischen gelernt: Es ist vollkommen gleichgültig, wie ich eine Bibelstelle interpretiere, stets wird einem heftig widersprochen. Dabei gibt es dann auch unter Christen meist mehrere Meinungen pro Exeget.

Ich möchte Ihnen einen Ratschlag geben: Probieren Sie einfach mal aus, was Gott Ihnen in diesem Buch rät. Zum Beispiel: mit ihm zu reden - man nennt das "Beten". Das ist möglich: drahtlose Kommunikation ohne jeden technischen Schickschnack. Es kostet nichts, Nulltarif! Das Einzige, was Sie dazu brauchen: etwas Konzentration, guten Willen und Glauben daran, dass es funktioniert. Also wirklich keine besonderen Voraussetzungen. Übrigens, was den Glauben angeht, den haben Sie schon: denn wenn sie mal Ihren Chef bei der Arbeit anrufen müssen, dann glauben Sie ja auch daran, dass er abheben wird - oder wenigstens seine Sekretärin. Wenn Sie Gott anrufen, dann können Sie wenigstens sicher sein, dass Sie von keiner Sekretärin abgewimmelt und vertröstet werden. Der Chef hört Sie stets selber! Höchstpersönlich. Und wenn er der Meinung ist, dass ihr Anliegen berechtigt ist, dann wird er sich um Sie kümmern - das hat er uns nämlich schriftlich zugesagt (kontrollieren Sie ruhig sein Versprechen, lesen Sie in der Bibel). Natürlich weiß der Chef mehr als Sie - und wird deshalb eventuell auch anders reagieren, als Sie sich das vorstellen. Aber Sie können getrost dieses Risiko eingehen, denn Gott hat uns ebenfalls schriftlich zugesagt, dass alles, was er tut, stets zu unserem Besten sein wird. Wenn wir ihm unsere Angelegenheiten übergeben, dann können wir also beruhigt sein. Er ist unser bester Anwalt.


Wie der Trick, den der Autor hier versucht, funktioniert, habe ich bereits beschrieben: Die Falle des Betens. D. h. als der Briefschreiber weiter oben behauptet hat, er wolle uns keine Religion andrehen, da hat er es mit der Wahrheit nicht so genau genommen. Das sollte uns misstrauisch machen ...

Also nochmal ganz klar: Ihr Schöpfer, Gott und sein Sohn Jesus Christus, sind gewaltige intelligente Personen, die auch von Ihnen klare Intelligenz abverlangen. Prüfen Sie kritisch Ihre jetzige Weltanschauung mit dem Maßstab moderner Information, Genetik und Wahrscheinlichkeitsrechnung. Lassen Sie sich nicht auf scheinbar plausible populärwissenschaftliche Märchen ein, wenn diese Ihrer kritischen Intelligenz nicht mehr standhalten! Denken Sie!


Das habe ich getan. Ich denke, ich würde eher "populärwissenschaftlichen Märchen" vertrauen, denn die enthalten zumindest einen Kern an Wahrheit, während die 2.000 Jahre alten Märchen mir zu viele Denkfehler enthalten. Aber ich würde mein Leben nur anhand von Märchen ausrichten, wenn ich nicht anders kann, z. B. durch Zwang.

Und fragen Sie im Zweifelsfall Jesus Christus persönlich, ob es ihn gibt und ob er Sie erschaffen hat - ich bin sicher, er wird es Ihnen beweisen. Ich bin deshalb so sicher, weil er sich auch mir als der Herr aller Dinge geoffenbart hat, der mich und viele andere Christen schon durch manche kritische Lebenssituation hindurch getragen hat. Auch ich war einmal ein überzeugter Atheist. Weil er mir inzwischen den Sinn meines Lebens aufgezeigt hat, weiß ich, dass ich kein sinnloses Zufallsprodukt bin - und auch, dass Sie das nicht sind. Er hat unserem Leben einen Sinn gegeben, weil er uns als seine selbst geschaffenen Geschöpfe liebt. Ja, er kennt dieselben Gefühle wie wir- Liebe und Zorn, Geduld und Barmherzigkeit - von ihm haben wir sie schließlich bekommen!


Ich habe Jesus gefragt, und er hat mir nie geantwortet. Was ich bekommen habe, waren vage Intuitionen aus meinem Unterbewusstsein (die ich immer noch als Atheist habe, aber die Intuitionen haben sich auch damals nicht namentlich vorgestellt, woher sollte man wissen wollen, dass sie von Jesus stammen?), aber keine Beweise. Beweise bekam ich erst durch die Beschäftigung mit der Wissenschaft. Und bis zum Vorliegen weiterer Beweise (sofern die nicht auf Denkfehlern beruhen) bleibe ich dabei.

Bitte versuchen Sie nie, ein "religiöser Mensch" zu werden, (der durch Ausschalten seines Verstandes z.B. durch Meditieren Erkenntnis bekommen will), sondern benutzen sie alles, was Sie haben: Herz und Verstand. Setzen Sie ihr ganzes Streben dazu ein, Gott zu suchen so wird er sich von ihnen finden lassen. Reden Sie darüber hinaus mit Menschen, die Christus bereits erlebt haben und Ihnen davon berichten können - besuchen Sie eine lebendige Gemeinde Jesu Christi und genießen sie bewusst ihre sinnvolle Existenz als ein großartiges Geschöpf Gottes! Ich gratuliere Ihnen dazu!

© by CLV


Da ich mit dem Herz nicht denken kann, sondern nur mit dem Gehirn, setze ich dieses ein und weise daher diesen Brief als unbegründet zurück. Mir gefällt es nicht, dass gegen mich als Atheisten moralische Argumente angeführt werden, mir gefällt es nicht, dass man mir Denkfehler unterjubeln möchte, und mir gefällt es nicht, dass man mich anlügt und mir versucht, hier eine Religion zu verkaufen, nachdem man das verneint hat. Auch ist mir die Argumentation zu schwammig - zuerst wird ein fehlerhafter Gottesbeweis verwendet, dann kommt ein gewaltiger Sprung zu Jesus und der Bibel. Das kenne ich ansonsten von Staubsaugervertretern: Zunächst wird behauptet, mein bisheriger Staubsauger taugt nichts, dann wird behauptet, ihr Staubsauger sei der Beste von allen. Selbst wenn das Erste stimmt, dann folgt daraus nicht gleich das Zweite. Ich brauche zunächst eine Begründung, warum mein Staubsauger nichts taugt, dann brauche ich eine gesonderte zweite Begründung, warum das angebotene Modell die beste Wahl ist. In diesem Brief scheitert der Autor bei der ersten Begründung und versucht die zweite erst überhaupt nicht. Der Fehler der meisten Religionen besteht ohnehin darin, dass sie nicht begründen können, warum sie besser sind als andere Religionen, weil sie meist die gleichen Argumente für unterschiedliche Inhalte verwenden (was einiges über die Qualität der Argumente aussagt).

Konfusius, er zitiert: "Ich traue keinem Menschen, der genau weiß, was Gott will, weil ich bemerkte, dass dies immer zufällig mit ihren eigenen Wünschen übereinstimmt." (Susan B. Anthony)



Anmerkungen:
  1.  Die Behauptung, es gäbe nur genau einen Gott, könnte man ohnehin nur machen, wenn man allwissend wäre, d. h. Kenntnis über das gesamte Universum zu allen Zeiten hätte, inklusive von allem, was sich außerhalb des Universums befindet zu allen Zeiten. Dass Jahwe dies (angeblich) behauptet hat, nützt uns nichts, vermutlich könnte jeder Gott daherkommen und behaupten, er sei der einzige Gott - nachprüfen können wir dies kaum. (Zurück)
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