… was man nicht tun muss. Die erste Regel des Denkens besagt; Du musst nicht denken, denn es ist niemand da, der Dich dazu zwingen könnte!

Theologie: Die Lehre davon, wie man aus Nichts ein eigenes Universum voller Möglichkeiten erschafft, anderen etwas einzureden und aufzuschwatzen.
Inhaltsverzeichnis:

      Gott und das Nichts
      Die erste Tat Gottes
      Ohne Zeit hatte Gott keine Zeit, die Zeit zu erschaffen
      Gott erschafft das Leben
      Gott erfand die Kommunikation

 

Gott und das Nichts

Am Anfang, als noch keine Zeit verging, da war nichts. Es gab keine Zeit, keine Materie, keinen Raum, kein Universum. Die ↑Logik war noch nicht erfunden, und es existierten keine Naturgesetze, weil es noch keine Natur gab. Da strahlten keine Sterne, es bewegten sich keine Planeten, nicht einmal Sport wurde ausgeübt.

Kurz, es war verdammt langweilig.

Nur Gott existierte und durchdrang das Nichts, das es nicht gab, weil ein Nichts nicht existieren kann. Aber die ↑Logik war noch nicht vorhanden, die das hätte verhindern können.

 

Die erste Tat Gottes

Und Gott sah, dass dies nicht gut war. Denn wenn es keine Regeln gab, dann konnte nichts das Nichts daran hindern, zu etwas zu werden. Aber ohne ihn sollte nichts sein.

Und obwohl es keine Zeit gab, zögerte Gott nicht, zu handeln, und schuf die erste Regel: Aus Nichts kann auch nichts entstehen. Und weil es noch keine ↑Logik gab, erfand er sie gleich mit. Denn ohne die ↑Logik galt keine Regel, auch nicht die soeben in die nicht vorhandene Schöpfung gerufene.

So kam es, das Gott immer noch über dem Nichts schwebte und nichts war und nichts wurde und nichts konnte sein. Und Gott hatte immer noch keine Zeit, etwas zu tun. Oder vielleicht doch, man weiß es nicht.

 

Ohne Zeit hatte Gott keine Zeit, die Zeit zu erschaffen

Und obwohl keine Zeit verging und keine Uhr tickte, sah Gott das Nichts, und er sah nichts, hörte nichts, und sprach zu sich selbst: »Das ist immer noch nichts, also auch nichts Gutes«.

Und Gott dachte nach, denn das stellte sich heraus, dazu nutzte die ↑Logik. Und er dachte und dachte, bis die nichtvorhandenen Synapsen glühten, und er beschloss, das Universum zu erschaffen.

Zunächst erschuf er die Naturgesetze, die das Universum leiten und regeln sollte. Es gab zwar noch kein Licht, aber er schuf die Regel, dass nichts schneller sein durfte als das Licht und alle die anderen Regeln, die später dazu dienen sollten die Kinder mit Physik zu langweilen. Er schuf die Physik, um den Physikern Lohn und Brot zu geben.

Dann sprach er »Es werde Licht!« und es wurde hell. Jetzt gab es immer noch nichts, aber man konnte es sehen. Und aus dem Licht wurde ein Universum, und außer Gott war niemand da, der es sehen konnte. Und er beschloss, es groß zu machen, und noch größer, und er erschuf die Zeit, und den Raum, und aus der Energie die Materie. Und er drehte und schraubte an den Naturkonstanten der neu erstandenen Natur so lange herum, bis alles funktionierte.

 

Gott erschafft das Leben

Lange Zeit sah er zu und beschloss, auf einem kleinen, unbedeutenden Planeten am Rand einer von Hunderten von Millionen von Galaxien mit Hunderten von Millionen Sternen Leben zu erschaffen.

Und so geschah es, denn seine Macht kannte keine Grenzen. Und sein Wissen auch nicht, und so wusste er, dass er Leben erschaffen würde, wie es sich entwickeln würde, und was alles passieren würde. Und aus dem Leben wurden Menschen, und er wusste, sie würden ihm nicht gefallen, und er musste sich selbst später auf die Erde senden, sich von ihnen umbringen lassen, wiederauferstehen und so alles reparieren, was schief gelaufen war.

Und so kam es auch. Und er dachte sich, wer das alles nicht glauben sollte, der müsse bestraft werden, und er erschuf Engel. Er wusste, dass einer rebellieren würde, und er brauchte einen Verwalter für die Hölle, die er schaffen würde, um die zu bestrafen, die das alles nicht glaubten. Und er wünschte sich, dass die Hölle leer sein würde, und dass er diese kleinen, undankbaren Bastarde nicht würde bestrafen müssen. Wegen der ganzen Fehler, die er ihnen angedeihen ließ, müsste er sie bestrafen, oder auch nicht.

 

Gott erfand die Kommunikation

Dann erfand Gott das Gebet und verpflichtete seine Geschöpfe, telepathisch mit ihm zu kommunizieren. Um ihn zu lobpreisen, und damit sie ihn bitten konnten, Ausnahmen von den Gesetzen der Natur zu machen. Was er nach Lust und Laune auch tat oder nicht tat, bis jemand die Kamera erfand. Da konnte er ihnen nicht mehr helfen, denn sonst hätten sie ja gewusst, dass er existiert. Das wollte er aber nicht, er wollte schließlich dafür bestrafen, wenn jemand nicht an ihn glaubte.

Und er liebte sie alle, auch wenn er eine Hölle geschaffen hatte, um die dahin zu senden, die ihn nicht liebten. Und weil seine Liebe bedingungslos war, schuf er ein großes Werk, die Bibel, in denen er ihnen genau vorschrieb, dass sie ihn zu lieben hatten. Und als er selbst auf der Erde war, drohte er ihnen gleich mit der Hölle, wenn sie von ihrem freien Willen Gebrauch machten und ihn nicht dafür liebten, sie mit der Hölle zu bedrohen.

Viele glaubten ihm, sie erschufen Kirchen und viele weitere Regeln, und große Uneinigkeit darüber herrschte unter ihnen, denn niemand wusste, wie man Gott am Besten gefiel. Und die, die es nicht recht machten, die bestrafte er dafür. Oder auch nicht, das weiß ja keiner.

Und siehe da, nichts ergab einen Sinn.



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