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Eine Sammlung unfertiger Ideen und Anmerkungen
Dies ist eine Sammlung von Ideen und Fragen zur Religion. Auf dieser Seite sammle ich Ideen, Notizen etc., manchmal Dinge, die anderswo keinen Platz hatten, für die ich noch keinen Zusammenhang habe. Manchmal verwerte ich die Ideen dann irgendwo auf meiner Website. Lauter Gedankensplitter eben.
Überhaupt bestimmte Mittel zu einem Zweck einsetzen zu müssen ist genau das, was begrenzte Macht von Allmacht unterscheidet. [1]
Der unökonomische Gebrauch von unangenehmen Mitteln um zweifelhafte Zwecke unter häufigen Fehlschlägen zu erreichen deutet definitiv auf begrenzte Macht anstatt Allmacht.
Die Existenz eines liebenden Gottes ist mit der Existenz der Hölle unvereinbar. Wenn es aber keine Hölle gibt, dann war die Opferung von Jesus vollkommen sinnlos. Wovon sollten wir erlöst werden?
Wenn Hölle und Gottferne dasselbe ist, dann ist dies bereits die Hölle. Wir müssen uns keine Sorgen machen, dass wir dahin gelangen könnten, wo wir schon sind.
Die Idee der Erbsünde wurde geschaffen, um das Leiden erklären zu können. Demnach wäre Leid die Vergeltung für eine Tat Einzelner. Dies ist eine Moral, die Vergeltung verlangt.
Wenn Leid eine Folge der Erbsünde war, wovon hat uns Jesus dann überhaupt erlöst? Das Leid in der Welt wurde nicht weniger, sondern mehr.
Wenn ein Gott stirbt und wieder aufersteht, dann kann das für uns keine Bedeutung haben. Götter können sterben und wieder auferstehen, na und? Können Menschen das auch?
Wenn Jesus uns durch seinen Tod (!) vom Tod erlöst hat, was ist dann mit den Menschen, die vorher starben? Wenn die auch auferstehen, dann war Jesus Tod überflüssig. Wenn nicht, dann war es sehr ungerecht, Jesus so spät zu schicken.
Die Idee eines Sühneopfers, eines stellvertretenden Opfers, ist die Idee einer Moral, die absurd ist und an die heute kein Mensch mehr glaubt.
Das Gott sich selbst schickt, um sich in einem besetzten Land von der Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, um uns von etwas zu erlösen, was er selbst über uns verhängt hat, ist für mich mit Sicherheit die merkwürdigste und unlogischste Sage, die ich je gehört habe.
Wenn Gott den Menschen ein Zeichen hätte setzen wollen, dann hätte er keine zweifelhaften Mittel dafür einsetzen dürfen, welche so viele Ansatzpunkte für Zweifel bilden. Was ist ein Zeichen wert, an dessen Bedeutung man nur glauben kann? Welches von dehnbarer Interpretation ist?
Wenn Gott uns etwas zu sagen hat, dann kann er das sicher klar und eindeutig machen und muss sich nicht der zweifelhaften Methoden wie "Glauben" bedienen, die sonst von Betrügern ebenfalls für ihre dubiosen Zwecke benutzt werden. "Glaubenmachen" ist die Haupttätigkeit von Schwindlern und Betrügern und Täuschern und Blendern. Was für ein Gott soll das sein, der so handelt?
Wenn B ein fehlbarer Mensch ist, dann ist alles, was A dem B gesagt hat, und was B wiedergibt, ebenfalls fehlbar, selbst wenn A unfehlbar war. Zu glauben, etwas, was von Menschen ausgesprochen oder niedergeschrieben wurde, könne die unfehlbare Wahrheit sein, ist die Höhe der Arroganz. Es ist die Selbsterhöhung von Menschen, die sich selbst an die Stelle Gottes setzen, und die sich oder andere für unfehlbar wie Gott selbst halten.
Atheisten sind Menschen, die weder sich selbst noch andere Menschen an die Stelle Gottes setzen.
Offenbarung ist das, was offenbar ist. Ist es nicht offenbar für Alle, dann ist es zweifelhaft und sollte auch so genannt werden und nicht als "Offenbarung" bezeichnet werden. Das einzig offenbare daran ist die Zweifelhaftigkeit.
Jede Offenbarung stammt von fehlbaren Menschen und muss mühsam interpretiert werden, von jedem ein wenig anders. Auf diesem Fundament eine absolute Wahrheit errichten zu wollen bedeutet, auf Sand zu bauen. Man muss schon mit Strafen drohen, damit das jemand für eine gute Grundlage hält. Von alleine käme niemand auf diese Idee.
Wenn Jesus durch Ertränken gestorben wäre, stünde dann jetzt in jedem bayrischen Klassenzimmer ein Aquarium? [2]
Ein Symbol für Folter und Tod als Symbol für Erlösung und ewiges Leben umzudeuten, ist eine gewaltige Leistung. Wer das kann, dem kann man auch Schwarz und Wei0 vertauschen, ohne dass er es merkt.
Nichts ist so absurd, dass die Theologen nicht noch ein dutzend halbwegs plausibler Lösungen dafür fänden. Sie können das Absurde zwar nicht mit der Vernunft, aber immerhin mit dem Glauben vereinbaren. Daran sieht man, wozu man den Glauben braucht.
Glauben ist ein bequemer Ersatz für den Einsatz der Vernunft. Das Gott ein Universum schafft, welches überall vernünftig ist, um uns dann zu nötigen, diese Vernunft über Bord zu werfen, sobald es um die wichtigen Fragen geht, kann man nur glauben, aber nicht vernünftig begründen. Kann Gott keine vernünftigen Mittel einsetzen?
Diese Idee hat Richard Dawkins in ähnlicher Form in einem Interview geäußert.
Das Universum ist genau so beschaffen, wie es beschaffen sein müsste, um ohne einen Gott auszukommen. Es ist genau so vernünftig, wie es der Glaube nicht ist. Deswegen ist auch nur im Glauben Platz für Gott, aber nicht im Universum oder der Vernunft. [3]
Wenn das Universum selbst die Offenbarung Gottes ist, dann kann es nicht der christliche Gott gewesen sein. Der handelt zu selten vernünftig (laut Bibel).
Warum sollte Gott von uns verlangen sollen, dass wir blind an ihn glauben? Dafür habe ich bislang noch keine vernünftige Erklärung gefunden oder eine, die wenigstens glaubhaft wäre.
Wann immer blinder Glauben verlangt wurde, war der Betrug nicht fern. Wenn Jesus blinden Glauben verlangt hat, macht dies alleine in unglaubwürdig.
Wie könnte man sich vor Betrug schützen, wenn man blind glaubt? Vertrauen braucht eine gesunde Basis. Je fremdartiger und unvertrauter uns jemand ist, umso weniger neigen wir zu blindem Glauben. Warum sollte man bei Gott, sicher das fremdartigste und am wenigsten erforschliche Wesen, welches uns je beschrieben wurde, eine Ausnahme machen? Vertrauen muss man sich verdienen.
Man vertraut auch nicht auf Gott, man vertraut darauf, dass einem die Menschen, die von Gott erzählen, vertrauenswürdig sind. Es gibt kein Vertrauen in Gott, nur eines in Menschen.
Menschen fingen stets nur an, an Gott zu glauben, wenn ihnen andere Menschen davon erzählt haben. Deswegen kennen sog. "primitive Kulturen" (die meist nicht so primitiv sind, wie wir uns weismachen) auch keinen monotheistischen Gott.
Wenn Gott die Zukunft ganz genau kennt, dann gibt es keinen freien Willen, weil alles genau vorherbestimmt ist. Wenn es aber einen freien Willen gibt, dann kennt Gott die Zukunft nicht. Also ist die Annahme, dass Gott alles Böse besiegen wird, nicht gerechtfertigt, denn nicht einmal Gott weiß, ob dies geschehen wird.
Warum wurde das Böse geschaffen oder zugelassen, wenn es doch am Ende besiegt wird oder werden soll? Wenn es besiegbar ist, warum dann nicht schon jetzt?
Anmerkungen:
- Zitat aus Walter Kaufmann, "The Faith of a Heretic". (Zurück)
- Das ist von einer →Website mit Witzen über die Religion. (Zurück)
- Diese Idee hat Richard Dawkins in ähnlicher Form in einem Interview geäußert. (Zurück)
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