Inhaltsverzeichnis:

      Bewusstsein bedeutet so viel wie »bewusstes Sein«
         Bewusstsein als Unterscheidung zwischen »innen« und »außen«

 

Bewusstsein bedeutet so viel wie »bewusstes Sein«

M. A. nach handelt es sich um zweierlei: Einerseits das Erleben der eigenen innerpsychischen Prozesse, auf der anderen Seite aber auch eine Unterscheidung zwischen der »Innenwelt des Erlebens« und einer »Außenwelt«.

Es gibt keine einheitliche Definition dieses Begriffs. Wörtlich im ursprünglichen Sinne heißt es »Mitwissen«.

Aus diesem Grund, weil der Ausdruck wissenschaftlich schwer fassbar ist, weil es keine allgemeingültige Definition dafür gibt, wird »Bewusstsein« gerne dafür verwendet, den Leib-Seele-Dualismus _1_ zu rechtfertigen.

 

Bewusstsein als Unterscheidung zwischen »innen« und »außen«

Nehmen wir diesen Aspekt als Zeichen für Bewusstsein: Ich erlebe, dass ich auf der einen Seite in mir selbst bestimmte Eindrücke habe, z. B. Erinnerungen. Diese kommen von »innen«, versus den Eindrücken, die von »außen« kommen. Kommt diese Unterscheidung durcheinander, dann erleben wir Halluzinationen: Einer Erinnerung oder Vorstellung wird wahrgenommen, als ob sie durch die äußeren Sinnesorgane hervorgerufen wird.

Wenige Tage alte Säuglinge können noch nicht zwischen der Innen- und Außenperspektive unterscheiden.

Nehmen wir diesen Teil der Definition, dann kann Gott diese  Art von Bewusstsein nicht haben. Denn am Anfang war nichts außer Gott, es gab also keine »Außenwelt«, und daher kein »bewusstes Sein«.

Ich werte dies nicht als Widerspruch, da man argumentieren kann, dass es sich auch um das Erleben innerer Prozesse handeln kann.

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1. Wir hatten schon gesehen, dass dieser eine Voraussetzung für den Glauben an einen Schöpfergott ist. Zurück zu 1


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