Häufig gestellte Fragen (FAQ)
FAQ ist im Internet ein feststehender Begriff und steht für "Frequently Asked Questions" (= häufig gestellte Fragen). Hier also die Fragen, die mir häufig gestellt werden:
Inhaltsverzeichnis
- Mir gefällt, was Du schreibst - wie kann ich Dich unterstützen?
- Deine Seiten sind eine einzige Hasstirade auf das Christentum. Warum hasst Du die Christen?
- Warum kritisierst Du das Christentum? Was hast Du davon?
- Du scheinst die Christen für ziemlich blöde zu halten, nicht wahr?
- Wen glaubst Du, kannst Du damit überzeugen, wenn Du so extrem rational argumentierst?
- Kann man den (christlichen) Glauben rational widerlegen?
- Ich habe ein tolles Argument, warum der Glaube richtig ist!
- Ihr Atheisten kommt alle in die Hölle! Schämst Du Dich nicht, Menschen zum Atheismus zu verführen?
- Bist Du ein Satanist?
- Du bist Dir so sicher, dass alles Wissen unsicher ist, dass Du hier eine absolute Position einnimmst - gleichzeitig behauptest Du, dass es eine solche Position nicht gibt und befindest Dich mit Dir selbst im Widerspruch
- Wenn man keine Begründung finden kann, ohne in einen Zirkel oder in ein Dogma zu geraten, wie kann man dann überhaupt etwas begründen?
- Wenn man auf der Suche nach Wahrheitskriterien in einen Zirkel oder in ein Dogma gerät, wie kann man dann überhaupt kritisch überprüfbare Wahrheitskriterien finden?
- Agnostizismus und Atheismus - wo ist da der Unterschied?
- Warum nennst Du Dich Atheist und nicht mehr Agnostiker?
Mir gefällt, was Du schreibst - wie kann ich Dich unterstützen?
Falls Sie meine Website unterstützen möchten, dann kaufen Sie Ihre Literatur über mein Literaturverzeichnis. Sie können dort auch nach anderen Büchern suchen. Oder aber Sie gehen über diesen Link zu Amazon: →Amazon (Sie können auch die Amazon-Seite als Lesezeichen setzen, das wäre noch praktischer).. Damit machen Sie sich eine Freude und unterstützen mich finanziell, ohne dass es Sie etwas zusätzlich kostet (denn die Bücher werden dadurch nicht teurer für Sie).
Was immer hilft, ist, meine Website Anderen zu empfehlen. Und was auch sehr hilft: Links auf meine Website zu setzen, sei es auf Ihrer Homepage oder in Diskussionsgruppen oder in Gästebüchern. Denn je mehr Links auf meine Seiten existieren, umso mehr Menschen finden sie, und umso besser wird mein Ranking bei →Google. Ich bin daher auch zu einem Linktausch bereit, allerdings sollte Ihre Website etwas mit Religion oder artverwandten Themen (z. B. Wissenschaft, Philosophie oder Evolutionstheorie) zu tun haben. Grundsätzlich können und dürfen Sie auf meine Seiten verlinken, ohne mich zu fragen! Falls Sie dies mit einem Banner tun möchten - dazu gibt es meine Bannerseite.
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Deine Seiten sind eine einzige Hasstirade auf das Christentum. Warum hasst Du die Christen?
Meine Seiten sind kritisch gegenüber dem Christentum und richten sich in erster Linie gegen den Fundamentalismus (auch wenn das nicht auf jeder Seite nochmal extra erwähnt wird). Es ist immer einfach, Kritikern Hass vorzuwerfen, aber ich denke, dies ist nur ein Ablenkungsmanöver (ein Argument ad hominem).
Ich predige weder Hass noch befürworte ich ihn, auch wenn meine Argumente manchmal polemisch erscheinen. Wenn Sie den Eindruck haben, eine konkrete Stelle sei hasserfüllt, dann können Sie mir eine E-Mail schreiben und ich werde das prüfen und korrigieren.
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Warum kritisierst Du das Christentum? Was hast Du davon?
Zum einen hilft es mir, meine Gedanken zu sortieren, zu prüfen und zu durchdenken, in dem ich sie aufschreibe und versuche, sie allgemein verständlich zu machen. Und aus meiner eigenen Auseinandersetzung mit dem Christentum ist einiges an Gedanken entstanden, von denen ich denke, dass sie auch andere gebrauchen könnten.
Zum anderen ist mir aufgefallen, dass es eine Unmenge an christlichen Websites gibt, in denen ein ziemlich primitiver, fundamentalistischer Glaube vertreten wird. Man kann und darf die Propaganda nicht nur den Fundamentalisten überlassen sondern muss dem etwas entgegensetzen. Da ich dies nicht von christlicher Seite aus kann, mache ich es eben so, wie ich es kann: von einem kritisch-rationalistischen Standpunkt aus.
Ich selbst habe mehr als sechs Jahre gebraucht, um mich selbst von der Religion zu befreien und weiß, wie schwer das ist. Das Wissen, welches ich dabei gesammelt habe, halte ich für nützlich. Ich wünschte, ich hätte es früher schon gehabt! Es gibt viele Menschen, die nicht alleine nach etwas suchen, was sie glauben dürfen, sondern die nach der Wahrheit suchen, und denen ich die Wahrheit zwar nicht geben kann, aber Hinweise zur Suche. Das erspart manche Umwege, die ich noch gehen musste.
Ich weiß, dass es vielen Menschen so geht, die auf der Suche sind, und die immer nur die christlichen Antworten finden, immer dieselben, und dass die Religion zwar behauptet, sie sei "die" Antwort, aber auf wesentliche Punkte eben keine Antwort kennt, es aber trickreich schafft, die Menschen von diesem Umstand abzulenken.
Und es ist so, dass der Glauben die Rationalität schwächt. Ich bin aber überzeugt davon, dass unsere Welt besser dran ist, wenn die Menschen vernünftig handeln. Also versuche ich, die Vernunft zu stärken, statt im Sofa zu sitzen und zu lamentieren, wie unvernünftig die Menschen doch sind. Religion ist ein Angstabwehrmechanismus, der die Menschen schwächt und lähmt und verhindert, dass sie über bestimmte Dinge nachdenken können. Ich möchte den Menschen den Mut geben, zu lernen und zu wachsen, vor allem über die Denkverbote hinaus, die ihnen auferlegt wurden.
Wenn alle Menschen die Welt wie Wissenschaftler betrachten, dann wird es kaum noch Kriege geben. Schon mal gesehen, dass aus wissenschaftlichen Gründen ein Krieg geführt wird? Nein. Aus Glaubensgründen aber jederzeit, auch hier in Europa, seit mehreren tausend Jahren.
Um vernünftig zu sein, muss man frei im Denken sein und sich von alten Dogmen und Vorstellungen lösen, sonst ist man letztlich doch wieder nur eine Marionette, an der ein anderer die Fäden zieht. Deswegen finde ich die Bezeichnung "Freidenker " so richtig. Befreiung von der Religion ist die eigentliche und wahre Erlösung, die wir brauchen, keine von eingebildeten Erbsünden oder Ähnlichem.
Einige dieser Freidenker (Bertrand Russel, Thomas Paine, Robert Ingersoll, Karlheinz Deschner etc. pp.) haben mit ihrer Arbeit mich auf den richtigen Weg gebracht. Es ist an der Zeit, dieser Gemeinschaft etwas zurückzugeben.
Eine genauere Begründung können Sie auf der nächsten Seite lesen: Meine Mission.
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Du scheinst die Christen für ziemlich blöde zu halten, nicht wahr?
Nein. Mir scheint die Intelligenz unter Christen und Nicht-Christen ziemlich gleich aufgeteilt zu sein. Da es aber mehr Christen als Nicht-Christen gibt bei uns ...
Entschuldigung. Nun aber im Ernst. Einer meiner Lieblingssprüche lautet (Urheber mir unbekannt, eine Variante davon findet man bei (Rene Descartes): "Der Verstand ist das am gerechtesten verteilte Gut der Welt - jeder glaubt, er habe genug davon und freut sich heimlich, dass er mehr hat als die Anderen". Nahezu jeder Mensch denkt, er selbst sei schlauer als die Anderen, und ich bin in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Wir denken meist so, weil uns unsere eigenen Gedanken und Ideen so selbstverständlich sind, dass wir nicht auf die Idee kämen, andere als unsere Gedanken könnten richtig sein. Denken Sie mal darüber nach, an wie viele Irrtümer Sie momentan glauben. Sehen Sie? Das geht nicht. Denn wenn Sie von einem Gedanken genau wüssten, dass es sich um einen Irrtum handelt, dann hätten Sie ihn schon längst "entsorgt".
Und so bildet sich in uns der Eindruck, in allem richtig zu liegen. Das galt für jede Zeit und für die Mehrheit der Menschen. Und wir nehmen an, dass unsere Gedanken umso wahrer sind, je mehr wir darüber nachgedacht haben und je weniger wir erleben, was dazu im Widerspruch steht. Und genau hier liegt die Gefahr bei geschlossenen Denksystemen: Sie können nicht (oder nur sehr schwer) in Widerspruch zu der Erfahrung geraten. Damit scheinen sie ganz besonders sicher als Basis zu sein. Und sie scheinen ganz besonders wahr zu sein.
Und da diese Systeme meist über frühkindliche Indoktrination bei uns verankert werden und emotional hoch besetzt sind, und alles in der Welt als Bestätigung gesehen wird (eine Widerlegung ist kaum möglich) verstärken sich diese Denksysteme im Laufe der Zeit mehr und mehr. Wenn man lange genug darin gedacht hat, funktionieren sie wie eigenständige Wesen und blockieren die Vernunft, sobald sie in Widerspruch zum Denken zu geraten droht.
Und das ist tatsächlich partiell intelligenzmindernd. Ich sage "partiell", weil sich das nicht auf die generelle Intelligenz auswirkt. Ein Ingenieur, der zu einem fundamentalistischen Christen wird, lässt deswegen nicht in seiner Leistung als Ingenieur nach. Aber während er weiterhin kritische Untersuchungen an Maschinen etc. vornehmen kann, sind bestimmte Bereiche in seinen Gedanken gegen Kritik abgeschirmt. Und genau in diesen Bereichen ist er zwar nicht dumm, aber "betriebsblind". Für Außenstehende sind Dummheit und Blindheit nur schwer zu unterscheiden, und wenn man seine Blindheit angreift, scheint man zugleich auch seine Intelligenz anzugreifen. Denn wer würde es sich schon eingestehen wollen, auf eine Denkfalle hereingefallen zu sein, wo man den eigenen Verstand doch so schätzt?
Christen in ihrer extremen (fundamentalistischen) Ausprägung sind nicht dumm, sie verhalten sich nur manchmal (partiell) so. Und gegen diese Art des blinden (d. h. blind machenden) Glaubens argumentiere ich an, und so muss es scheinen, als ob ich die Intelligenz der Leute infrage stelle. Aber das Ziel ist ein anderes.
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Wen glaubst Du, kannst Du damit überzeugen, wenn Du so extrem rational argumentierst?
Leute, die bereit sind, ehrlich über ihren Glauben nachzudenken. Und Menschen, die sehen, dass es mehr gibt als den Glauben.
Menschen, die sehr emotional sind, kann man über das Internet kaum erreichen. Oder vielleicht fällt es auch nur mir schwer, dies zu tun.
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Kann man den (christlichen) Glauben rational widerlegen?
Nein. Der Glauben hat 2.000 Jahre Zeit gehabt, sich gegen jede Form der rationalen Kritik zu immunisieren. Zur Not wird eben behauptet, der Glauben sei nicht rational und könne daher mit rationalen Argumenten nicht kritisiert werden! Trotzdem wird dann meist behauptet, der Glauben sei "vernünftig" (nach welchen Maßstäben?). Allerdings ist es mir gleichgültig, ob der Glauben sich für immun gegen rationale Kritik hält oder nicht, ich werde ihn trotzdem daran messen.
Aber der Glauben befindet sich hier in einem Dilemma: Lässt er sich nicht mit rationalen Maßstäben messen, so ist er irrational (unvernünftig). Wie unterscheidet er sich dann von anderen irrationalen Weltsichten? Wenn man die Maßstäbe zur Unterscheidung von wahr und falsch aufgibt, dann ist der Verrückte, der sich für Napoleon hält, genauso viel oder genauso wenig vernünftig wie der Gläubige (denn der kann seine Auffassung mit denselben Argumenten verteidigen). Ist der Glaube vernünftig (rational), dann kann man den Glauben auch mit rationalen Argumenten widerlegen.
Die übliche Strategie der Gläubigen ist nun: Im Wesen ist der Glauben schon vernünftig, aber im Kern gibt es Elemente, die sich rational nicht erfassen lassen. Nun, dasselbe gilt für unseren Napoleon auch: Meist wird er sich rational verhalten, es gibt nur einen kleinen Kern ... Wer entscheidet denn nun mit welchen Kriterien, wann der Glaube rational ist und wann nicht? Sind diese Kriterien selbst rational? Nachvollziehbar? Damit ist das Problem nur verschoben, und der Gläubige muss sich vorwerfen lassen, genau die Teile, die jeweils kritisiert werden, vor der Kritik verstecken zu wollen (zu immunisieren). Das ist ein intellektuelles Hütchenspiel und genauso unredlich.
Entweder wir halten die Rationalität überall aufrecht (auch und gerade dann, wenn uns die Ergebnisse nicht passen) oder wir tun es nicht. Tun wir es nicht, dann haben wir auch kein Recht, den Verrückten, der sich für ein Huhn (oder Schlimmeres) hält, einzusperren. Nach meiner Definition ist die Theologie eine Pseudo-Wissenschaft, die die Rationalität überall dort benutzt, wo die Ergebnisse in ihrem Sinn ausfallen, und sie verwirft, sobald die Ergebnisse ihr nicht mehr passen. Damit ist sie kein Stück besser als Astrologie oder eine andere Form des Obskurantismus. Wissenschaft ist prinzipiell ergebnisoffen.
Das Problem ist ein Gesellschaftliches: Eine liberale, offene und vernünftige Theologie ist rational kritisierbar. Eine antiliberale, zu geschlossenem Denken neigende und sich (partiell) auf Irrationalität berufende Theologie ist nicht kritisierbar und damit besonders gefährlich! Wir sind eine liberale und offene Gesellschaft und als solche haben wir Feinde. Eine Theologie muss sich bekennen. Ist sie fundamentalistisch (antiliberal, geschlossen, irrational) dann müssen wir sie mit Misstrauen beobachten. Wir dürfen sie nicht verbieten, aber sie dürfen keinen Einfluss auf öffentliche Angelegenheiten bekommen. Handeln sie gegen die Gesetze, so sind ihre Mitglieder für ihre jeweiligen Übertritte zu bestrafen. Anders gesagt, wenn eine Ideologie intolerant gegen unsere Grundlagen ist, dann haben wir das Recht, diese Intoleranz nicht zu tolerieren (das ist eine Gratwanderung voller Tücken und Minen).
Zusammengefasst: Ist der Glauben vernünftig, dann ist er rational widerlegbar. Ist er unvernünftig, dann ist er rational nicht widerlegbar, und dann wird er gefährlich, sobald wir ihm gestatten, öffentlichen Einfluss zu nehmen (z. B. auf die Ausbildung unserer Kinder).
Ist Ihr Glauben rational widerlegbar?
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Ich habe ein tolles Argument, warum der Glaube richtig ist!
Dann sollten Sie damit nicht hinterm Berg bleiben sondern mir dies mitteilen. Sie können mir eine E-Mail schreiben oder sich in mein Gästebuch eintragen. Ich bin für eine Diskussion immer zu haben.
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Ihr Atheisten kommt alle in die Hölle! Schämst Du Dich nicht, Menschen zum Atheismus zu verführen?
In welche Hölle kommen wir denn? Wenn der Islam recht hat, kommt auch ein Christ in die Hölle. Wenn Sie also einen Menschen zum Christentum überreden, dann schicken Sie ihn damit in die islamische Hölle! Und wenn Sie sich dessen nicht schämen, wieso sollte ich?
Aber mal im Ernst: Ich halte es für schwach und moralisch verwerflich, wenn man Menschen mit einer Höllendrohung versucht, einen Glauben aufzuzwingen. Das ist eine verachtenswürdige Form der Nötigung (eine Art "Glaubenserpressung"). Wenn Sie eine Liebesbotschaft mit Drohungen versehen, dann machen Sie sie unglaubwürdig.
Ansonsten habe ich die Pascalsche Wette an einer anderen Stelle abgehandelt.
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Bist Du ein Satanist?
Vorweg: Es gibt kaum eine Gruppe von Menschen, über die so viele negativ verzerrte Vorurteile verbreitet werden, wie über Satanisten. Ich bin weder kompetent noch kenntnisreich genug, mich wirklich mit dem Thema Satanismus auseinander zu setzen (und wenn, dann würden mich die Vorurteile in den Köpfen der Christen über den Satanismus mehr interessieren als der Satanismus selbst). Viele Christen halten Satanisten für das "personifizierte Böse", angeheizt durch eine Kirche, die keine Konkurrenz duldet und durch die Sensationsgier der Medien, die gerne allgemein gehegte Vorurteile als Aufhänger für Effekthaschereien benutzt.
Des Gläubigen liebstes Vorurteil über Atheisten und Agnostiker ist, dass sie einen Gott so sehr brauchen, dass sie auf einen Gegengott zurückgreifen müssten. Wobei: Im Verständnis der Satanisten ist Satan kein Gegengott, wohl aber im Verständnis der Christen - das muss man differenzieren. Atheismus ist aber nichts weiter als ein Fehlen eines Glaubens an Gott (oder andere übernatürliche Wesen), und dies schließt Satan mit ein. Ein Atheist ist meist auch zugleich ein "A-Satanist" (= jemand, der nicht an Satan glaubt und ihn deswegen auch nicht verehren würde).
Es gibt wohl tatsächlich atheistische Satanisten (in dieser Hinsicht habe ich meine Meinung korrigiert, dank einer Email), für die Satan eine Art kosmischer Lebenskraft ist und der Satanismus eine Philosophie. Vielleicht hat meine lange Beschäftigung mit dem Christentum dazu geführt, im Satanismus nur eine Art "Zerrspiegel" oder eine "Umkehrung" des Christentums zu sehen (wie es durch das umgedrehte Kreuz symbolisiert wird - welches selten ein Symbol des Satanismus ist, sondern eher eine Erfindung von Heavy-Metal-Bands). Da sieht man mal, wie wenig Ahnung ich überhaupt vom Satanismus habe ... und deswegen auch meine Vorurteile. Ursprünglich stand hier: "Satanisten sind meist Theisten (= Gottgläubige)" und das ist schlicht falsch.
Satanismus als christliche Umkehrung gibt es wohl tatsächlich, aber diese Art des Satanismus spielt kaum eine Rolle und ist auch wenig organisiert, es handelt sich um eine reine Protesthaltung. Wer etwas für den Abbau seiner Vorurteile tun möchte, der kann sich als Einstieg hier genauer informieren: →Satanismus.org.
Aber trotzdem muss ich meine Kritiker enttäuschen: Ich bin kein Satanist, ich verstehe wenig von Satanismus, und ich glaube weder an Gott noch an Satan.
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Du bist Dir so sicher, dass alles Wissen unsicher ist, dass Du hier eine absolute Position einnimmst - gleichzeitig behauptest Du, dass es eine solche Position nicht gibt und befindest Dich mit Dir selbst im Widerspruch
Den Vorwurf, mit zu großer Sicherheit aufzutreten, kenne ich aus vielen Diskussionen. Vermutlich ist der Vorwurf berechtigt.
Die Behauptung: "Alles Wissen ist unsicher" ist eine falsifizierbare Aussage. Sobald wir ein Stück sicherem Wissen begegnen, werden wir wissen, dass die Hypothese falsch ist. Dann bricht ein neues Zeitalter an. Und mit "sicher" meine ich nicht die Tautologien, denn die sind sicher, aber sie enthalten kein Wissen.
Da bislang noch kein sicheres Wissen aufgetaucht ist, kann man die Unsicherheit allen Wissens mit Entschiedenheit vertreten, weil dadurch kein Schaden entsteht. Gesellschaftlicher Schaden entsteht vor allem von fanatischen Gruppen, die glauben, sie hätten sicheres Wissen. Deswegen halte ich es sogar für eine moralische Pflicht die Gegenposition, die weniger Schaden anrichten kann, mit Vehemenz zu vertreten. Auch wenn ich mir im Gegenzug den Vorwurf einfange, zu entschieden aufzutreten.
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Wenn man keine Begründung finden kann, ohne in einen Zirkel oder in ein Dogma zu geraten, wie kann man dann überhaupt etwas begründen?
Wenn man auf der Suche nach Wahrheitskriterien in einen Zirkel oder in ein Dogma gerät, wie kann man dann überhaupt kritisch überprüfbare Wahrheitskriterien finden?
Der Trick liegt darin, dass wir den Dogmen tatsächlich nicht entgehen können - denn der infinite Regress ist undurchführbar, der logische Zirkel ist unsinnig.
Also: Seien wir dogmatisch! Wir setzen etwas als wahr, ohne jede Begründung. Das Begründungspostulat wird also suspendiert. Der religiöse Gläubige möchte es dabei bewenden lassen, denn damit hat ja (in seinen Augen) alles seine Ordnung. Vor allem versucht er, ein Dogma zu finden, welches jeglicher Begründung entzogen wäre (Gott - wir können die Hypothese, dass Gott existiert, prinzipiell nicht hinterfragen).
Der kritische Rationalist erkennt nun, dass dieses Dogma "Gott existiert" ungeschickt gewählt ist. Denn hier endet ja (allerdings nur aus Sicht des Gläubigen!) die Methode der kritischen Prüfung. Folglich wird er diese Falle vermeiden und ein Dogma wählen, welches man hinterfragen kann - um es eines Tages gegen ein besseres Dogma auszutauschen.
Da Wissen nur relativ ist, kann ein Dogma nur eine vorläufige Hilfskonstruktion sein. Denn auch Dogmen sind anzweifelbar, ja, sie müssen es geradezu sein! Mit der Zeit werden wir sehen, ob dieses Dogma unsere praktischen Probleme löst oder eben nicht. Tut es das nicht gut, wird es durch ein Besseres ersetzt - was soll es, das Dogma war ja nur vorläufig gewählt worden, weil es unsere praktischen Probleme momentan gut löst.
Und das Bessere ist der Feind des Guten.
Auf diese Weise bekommen wir eine Dynamik und Anpassungsfähigkeit ins Spiel, die der Gläubige (theoretisch) nicht hat - seine "Wahrheit" (die keine ist) scheint ihm "ewig" zu sein (was auf einer groben Fehleinschätzung beruht). Praktisch haben die Gläubigen auch diese Anpassungsfähigkeit, denn auch der Glauben unterliegt sehr starken Änderungen (obwohl viele Gläubige dies leugnen - das müssen sie, weil sie sonst erkennen würden, dass ihre Position genauso "relativ" ist wie des Rationalisten, nur mit einem größeren "Beharrungsvermögen" ausgestattet, wie man an der Geschichte sehen kann - weswegen sich die Kirchen sozialen Fortschritten immer zuletzt angepasst haben).
Wichtig ist, sich seine Dogmen so zu wählen, dass sie prinzipiell kritisch prüfbar sind. Wichtig ist, sich der Kritik nicht zu entziehen und sich nicht gegen Kritik zu immunisieren, wie die Gläubigen es zu gerne tun. Wichtig ist, für alle Fragen offen zu sein, grundlegende Annahmen als solche zu erkennen und beim Auftauchen von Unstimmigkeiten diese durch bessere Versionen zu ersetzen (manchmal ist man dabei gezwungen, zu experimentieren, manchmal macht man dabei Fehler).
Kurz, wir brauchen eine offene und dynamische Gesellschaft, die nicht versucht, alte Problemlösungen auf neue Probleme anzuwenden! Dazu ist eine neue Art des Denkens notwendig - deswegen meine Website.
Dynamik und Entwicklung wären die Stichworte. Dieselbe Methode wird in den Wissenschaften eingesetzt. Mit Erfolg. Obwohl in den Grundlagen zutiefst "verunsichert" produziert die Wissenschaft nützliches Wissen. Man braucht keine unveränderliche Basis! Dasselbe Prinzip finden wir in der Evolution selbst vor - die Wissenschaft ahmt in dieser Frage (nur bewusst) das Leben selbst nach. Leben selbst ist ein erkenntnisgewinnender Prozess. Insofern spricht die Tradition selbst für diese Vorgehensweise - nur das die "wissenschaftliche" (= lebenspraktische) Tradition knapp 4 Milliarden Jahre weit zurückreicht. Anders gesagt, die wissenschaftliche Methode hat eine fast zweimillionenfach längere Tradition als das Christentum!
Einer der Grundirrtümer des Christentums ist die Behauptung, man brauche eine gesicherte Grundlage, um die Welt verstehen und um in ihr handeln zu können (vor allem moralisch). Wenn man einmal begriffen hat, dass es diese sichere Grundlage nicht gibt und dass man sie nicht braucht - dann ist das, also ob ein Schleier von der Welt weggewischt worden wäre.
Im Teil I auf meiner Site habe ich mich bislang darauf beschränkt, zu zeigen, dass es diese Grundlage nicht gibt. Im zweiten Schritt wäre zu zeigen, dass man sie nicht braucht. Und nie gebraucht hat!
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Agnostizismus und Atheismus - wo ist da der Unterschied?
Diese Frage ist immer noch eine, über die viel debattiert wird. Um den Unterschied einmal klar zu machen:
Atheismus beschäftigt sich mit dem Nicht-Glauben, Agnostizismus mit der Nicht-Erkenntnis.
Ein Theist ist jemand, der an Gott glaubt. Ein Atheist ist jemand, der nicht an Gott glaubt. Das bedeutet in den seltensten Fällen, dass der Atheist behauptet, dass es keinen Gott gibt. Unter den Atheisten gibt es nämlich zwei verschiedene Spezies: die negativen Atheisten, die nicht an Gott glauben (aus Mangel an Beweisen, weil die Gottesbeweise widerlegt worden sind etc.) und die positiven Atheisten, die denken, dass Gott nicht existiert.
Agnostiker wiederum gehen davon aus, dass man Gott nicht erkennen kann (oder noch nicht erkannt hat). Auch Agnostiker machen keine Aussage darüber, ob Gott existiert oder nicht (wie die negativen Atheisten auch), zusätzlich gehen sie aber noch von der (eventuell sogar prinzipiellen) Unerkennbarkeit Gottes aus. Was den Glauben an Gott angeht, so sind Agnostiker meist auch negative Atheisten, d. h., der Glauben an einen Gott als Ersatz für eine fehlende Erkenntnis wird abgelehnt.
Es ist ein bisschen eine Geschmacksfrage, ob man die Erkenntnis oder den Glauben als Bezugspunkt für seine eigene Definition nimmt. Auf keinen Fall kann man behaupten, dass es Theismus und Atheismus gibt und Agnostizismus als dritte Alternative. Dies wird oft verwechselt, wenn gesagt wird, dass der Theist an Gott glaubt, der Atheist behauptet, es gäbe keinen Gott und der Agnostiker die Frage offen lässt. Hier wird die enge Fassung des Atheismus mit dem Atheismus insgesamt verwechselt.
Es gibt zwischen "Glauben an Gott" und "Nicht-Glauben an Gott" keine dritte Alternative - wie sollte diese aussehen? Dass man nicht weiß, ob man an Gott glaubt oder nicht? Das wird wohl kaum jemand behaupten, außer im Zustand der Verwirrung. Aber wenn es um Erkenntnis geht, dann sieht die Sache wieder anders aus. Der Theist kann entweder sagen, dass er Gott erkennen kann oder nicht (in letzterem Fall muss er an Gott glauben). Der Atheist kann ebenfalls behaupten, dass man Gott erkennen kann oder auch nicht. Interessanterweise muss der positive Atheist ebenfalls die Erkennbarkeit Gottes für möglich halten, um sie etwa aufgrund inkohärenter Eigenschaften für unmöglich zu erklären. Der Agnostiker kann nun entweder sagen, dass das unmöglich ist - Gott ist prinzipiell nicht erkennbar - dann ist damit der positive Atheismus ausgeschlossen. Es ist sogar möglich, Agnostiker zu sein und trotzdem an Gott zu glauben. Taoisten (oder auch Fideisten) sind Agnostiker, die an Gott glauben.
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Warum nennst Du Dich Atheist und nicht mehr Agnostiker?
Früher stand einmal in meiner Selbstdarstellung, dass ich Agnostiker bin. Jetzt steht da, dass ich Atheist bin. Das liegt daran, dass ich meine Meinung geändert habe. Angefangen habe ich als Agnostiker - und zwar aus der Annahme heraus, dass man die Existenz Gottes nicht beweisen und nicht widerlegen kann und so eine Haltung der Unentschlossenheit an den Tag legen müsse. Aber ich habe - beim Schreiben meiner Website - in zwei hierfür wesentlichen Dingen meine Meinung revidiert.
Zum einen beschäftige ich mich schwerpunktmäßig mit dem Glauben. Ich lehne den metaphysischen Glauben ab, also muss ich mich konsequenterweise auch als Atheist bezeichnen. Es kommt aber noch hinzu, dass ich die Haltung eines Agnostikers inzwischen als inkonsequent empfinde. Man muss nicht, wenn es keine Evidenzen für und keine gegen eine Sache gibt, seine Meinung dazu "in der Schwebe" halten. Das tun wir normalerweise nicht, es gibt keine Evidenzen dafür, dass Einhörner existieren, es gibt aber auch keine dagegen. Trotzdem werden die meisten Menschen sagen "Ich glaube nicht an die Existenz von Einhörnern". Der Zustand des Un- oder Nichtglaubens ist völlig angemessen, wenn es keine guten Argumente für eine Sache gibt. Man muss nicht die Nichtexistenz von Feen bewiesen haben, um zu glauben, dass es keine Feen gibt. Man mag den erkenntnistheoretischen Status von Feen für unbestimmt oder für unbestimmbar halten, das rechtfertigt nicht, sich in dieser Hinsicht zu enthalten.
Um zu glauben, dass es keinen Gott gibt, reicht es völlig aus, wenn es keine Evidenzen, Argumente oder guten Gründe gibt, die dafür sprechen oder aber die dagegen sprechenden Gründe die dafür überwiegen. Atheist zu sein heißt nicht, das man völlige Gewissheit über die Nichtexistenz Gottes hat. Dies versuchen einem die Theisten zu suggerieren, um eine Lücke in die Ablehnung Gottes zu schlagen. Es reicht aus, zu sagen, dass es nach bestem Wissen nichts gibt, was in ausreichender Weise für die Existenz Gottes spricht. Gewissheit ist keine notwendige Voraussetzung, um von der Nichtexistenz Gottes auszugehen, es reichen begründete Zweifel daran aus. Und begründete Zweifel bestehen bereits dann, wenn es keine guten Gründe gibt, die für Gott sprechen, oder mehr, die dagegen sprechen.
Kaum ein Mensch ist ein Agnostiker, wenn es um Feen oder Einhörner geht. Warum sollte man bei Gott eine Ausnahme machen? Gott lässt sich immer so schwammig definieren, dass man die Möglichkeit seiner Existenz nicht mit völliger Sicherheit ausschließen kann, aber das gilt auch für Feen, Einhörner und alle anderen Fabelwesen oder Götter.
Der zweite Grund ist der, dass es, was den christlichen Gott angeht, durchaus Beweise seiner Nichtexistenz gibt, die seine Existenz ebenso unplausibel machen wie die Existenz von quadratischen Kreisen. Ich muss auch nicht das ganze Universum absuchen, um zu wissen, dass es keine quadratischen Kreise gibt. In dieser Hinsicht kann ich auch sagen: Ich weiß, dass es keinen Schöpfer des Universums gibt, keine absolute Grundlage allen Seins, keinen Schöpfer der Zeit. Alles Wissen ist unsicher, trotzdem enthalten wir uns nicht der Meinung darüber, ob etwas, was wir aus guten Gründen wissen, nicht doch der Fall sein könnte oder nicht. Wenn Gott keine Eigenschaften hat, dann ist es weder sinnvoll noch möglich, an ihn zu glauben - ich kann nicht etwas für wahr halten, nur weil ich keine Chance habe, es genauer zu wissen! Und es ist schlicht nicht möglich, an etwas zu glauben, was keine Eigenschaften hat, so ein Glauben wäre kognitiv leer, undenkbar. Und man muss denken können, was man glauben will.
Die reine Möglichkeit dass etwas existieren könnte, ist kein hinreichender Grund, daran zu glauben. Möglich ist vieles, wenn man einen ultraskeptischen Standpunkt einnimmt, sogar fast alles. Aber das ist noch lange kein Grund, sich zu enthalten. Kein Christ sagt: "Die Existenz von Zeus ist logisch möglich, es gibt keine Beweise dafür, dass er nicht existiert, also denke ich, dass man den Glauben an ihn suspendieren muss". Erkenntnistheoretische Enthaltsamkeit (= Agnostizismus) ist normalerweise keine Tugend, die geübt wird. Das machen wir auch dann nicht, wenn sich die Argumente für und wider die Waage halten und unsere Entscheidung gefordert ist. In Punkto Gott halten sich die Gründe für und wider nicht die Waage, die Gottesbeweise sind widerlegt, die atheologischen Argumente aber nicht! Also gibt es ein Übergewicht an Gründen, und da reden wir ab einem gewissen Punkt von Wissen.
Ich kann also sagen, dass ich für bestimmte - jüdische, christliche, muslimische - Gottesbilder nicht einfach nur glaube, ich weiß, dass dieser Gott nicht existiert, weil ich zu dem Schluss gekommen bin, dass er entweder nicht existieren kann oder dass die Definition kognitiv leer ist. Die Theisten balancieren permanent auf einem schmalen Grat, auf der einen Seite ist ein Gottesbild, welches widerlegbar ist, auf der anderen Seite ist es ein Gottesbild, welches seines Sinns entleert ist - und niemand glaubt an etwas Sinnloses in dem Bewusstsein, dass es sinnlos ist. Es gibt keine Gründe dafür, diese Balance aufrecht zu erhalten, man kann sich entscheiden. Theisten versuchen stets, einem die Möglichkeit einzureden, dass Gott existieren könnte, aber das rechtfertigt es nicht, von Gewissheit zu reden, und es rechtfertigt vor allem nicht, diese (nicht erhältliche) Gewissheit zur Voraussetzung zu machen, um nicht an Gott glauben zu können. Wenn man nur glauben könnte, was gewiss ist, käme man über die Gewissheit seiner eigenen Existenz nicht hinaus, und schon überhaupt nicht käme man dazu, von einer Gewissheit bei der Existenz Gottes zu reden. Die Gewissheit der Theisten hat keine logische, sondern allenfalls eine psychologische Basis. Folglich wird keine Gewissheit gefordert, an etwas zu glauben, daher kann auch keine Gewissheit gefordert werden, an etwas nicht zu glauben.
Es ist ein Trick, wenn die Theisten behaupten, sie seien gewiss, dass Gott existiert, und nun dieselbe Form der Gewissheit vom Atheisten zu verlangen, dass Gott nicht existiert. Denn die angebliche Gewissheit der Theisten basiert auf Glauben, wenn das ausreichend sein sollte, dann reicht der Glauben, dass es keinen Gott gibt, bereits völlig aus, um auch hier von der Gewissheit der Nichtexistenz zu reden. Aber der Glauben, etwas sei der Fall, rechtfertigt es weder in der einen noch in der anderen Hinsicht, von Gewissheit zu reden. Deswegen kann man auch ohne Gewissheit davon ausgehen, dass es keinen Gott gibt. Was für die Theisten recht ist, kann auch mir billig sein! Auf der einen Seite (bei den Theisten) steht die bloße, unbegründete Behauptung, man habe Gewissheit, nun kann man nicht für die andere Seite eine echte Gewissheit einfordern, nur weil diese den eigenen Ansichten nicht entspricht. Denselben Trick könnte ich nämlich auch umgekehrt anwenden, nur ist das nicht redlich.
Auch, wenn man etwas nicht beweisen kann, so reichen doch gute Gründe bereits aus, etwas für wahr zu halten. Wer mehr fordert, der sollte diese Maßstäbe auch an die eigene Position anlegen und nicht nur an die davon abweichende, das wäre inkonsequent. Wenn ich die schwachen Maßstäbe der Theisten an meine eigene Position anlege, dann kann ich aus guten Gründen behaupten, dass ich mir sicher sei, dass es keinen Gott gibt! Aber auch nach strengeren Maßstäben kann ich meine Position noch halten, und dies rechtfertigt es, dieselben Maßstäbe an die Position der Theisten anzulegen, die dann wegbricht.
Flucht in das Nichtwissen (= Gottes Unerforschlichkeit und seine Unerkennbarkeit) ist kein Ausweg, weil man aus Nichtwissen auch stets das Gegenteil folgern kann. Diese Haltung hebt sich selbst auf.
Aus diesen Gründen - wegen des Übergewichts der Argumente, die gegen Gott sprechen - kann ich davon ausgehen, dass es keinen Gott gibt, bis zum Vorliegen eindeutiger Evidenzen, nach denen aber schon seit mehr als 2.000 Jahren vergeblich geforscht wird, was es extrem unwahrscheinlich macht, dass sich an diesem Zustand etwas ändert. Ich war Agnostiker, weil ich der Meinung war, dass sich die Gründe für und wider Gott ausgleichen, inzwischen habe ich dazugelernt und sehe, dass dies nicht der Fall ist, die Gründe, die gegen Gott sprechen, überwiegen.
Und deswegen nenne ich mich inzwischen einen Atheisten.
Ok, Ok, ich gebe es zu: Das sind nicht die Fragen, die mir am Häufigsten gestellt werden. Wie die meisten dieser Frageseiten im Internet habe ich mir diese auch ausgedacht. Christen stellen mir selten Fragen, weil sie befürchten, ich könnte ihnen das Christentum ausreden oder aus anderen, mir unbekannten Gründen. Es sind also nur die Fragen, von denen ich mir vorstellen könnte, dass sie sich in Ihrem Kopf gebildet haben. Falls Sie wirklich eine interessante Frage haben, können Sie mir eine E-Mail schreiben - das hatte ich doch noch nicht erwähnt, oder? Ich habe aber im Einleitungssatz nicht gelogen - ich habe Ihnen nur nicht gesagt, wer mir die Fragen häufig stellt - ich selbst bin es.
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Konfusius, er zitiert: "Aufklärung ist heute von größter Wichtigkeit, niemand kann etwas dabei zu befürchten haben, wenn es heller in den Köpfen der Menschen wird - als vielleicht diejenigen, deren Interesse es ist, dass es dunkel darin sei und bleibe. Sie werden auch künftig, wie bisher, ihr Möglichstes tun, alle Öffnungen, Fenster und Ritzen, wodurch Licht in die Welt kommen kann, zu verbauen, zu vernageln und zuzustopfen." (Christoph Martin Wieland)
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