Übersicht ⇒ Dialog, Indoktrination, Gewalt  dialog.html   
   
  Dialog, Indoktrination, Gewalt Nach unten
  Platzhalter

Hauptmenu

Übersicht
⇒ Religion & Glauben
Atheismus
Psychologie & Börse
Geistiges Eigentum?
Anmerkungen
Links
Über mich + Impressum



Ich empfehle Ihnen den FireFox-Browser

Ausdruck
Ausdruck der Website



Wie man Ideen und Vorstellungen auf andere Menschen überträgt

Dialog-Gewalt-Indoktrination

Wir sehen oben das Dreieck der Überzeugung, welches aus drei Eckpunkten besteht: Dialog, Indoktrination und Gewalt. Dies soll andeuten, dass es zwischen diesen Punkten fließende Übergänge gibt und keine scharfe Abgrenzung. Folter beispielsweise ist die Anwendung von Gewalt zur Indoktrination. Bestrafung ist auch eine Form der Gewaltanwendung zur Indoktrination. Erziehung ist - je nach der angewandten Methode - eine Mischung aus Belohnung, Bestrafung, Indoktrination und Dialog und siedelt sich mehr im rechten unteren Teil an. Krieg (sozusagen ein pervertierter und gewaltsamer Dialog) finden wir ganz links unten. Erziehung ohne Strafe befindet sich an dem rechten Rand des Dreiecks. Die Entfernung vom unteren Rand spiegelt u. a. auch das Alter des zu Erziehenden wieder. Drohungen befinden sich mehr auf der linken Seite des Dreiecks wieder.

Zur Indoktrination siehe auch diesen Text.

Wir können die meisten Dispute, Dialoge, Streits, Auseinandersetzungen - kurz alle Formen der offenen Kommunikation irgendwo auf diesem Dreieck wiederfinden, wenn diese gewisse Grundvoraussetzungen erfüllen. Nicht zu lokalisieren sind dort alogische Kommunikation, innerer Dialog, Visionen, Wahnzustände, Rauschzustände, verschlüsselte Kommunikation etc.

Nun finde ich es wünschenswert, wenn Auseinandersetzungen sich möglichst weit vom unteren Rand entfernen. Dazu gibt es aber ein paar Voraussetzungen:
  • Eine gemeinsame Sprache
  • Ein gemeinsamer Fundus an Begriffsdefinitionen
  • Die Anerkennung der Logik, um wahre Sätze aus Prämissen ableiten zu können
  • Die Auffassung, dass man seine eigenen Ansichten begründen sollte
Nur unter diesen Voraussetzungen kann es überhaupt einen fruchtbaren Dialog geben. Während der erste Punkt meist noch leidlich erfüllt wird, und man den zweiten Punkt meistens in den Griff bekommt, hapert es bei Diskussionen mit Gläubigen meistens mit der Anerkennung der Logik und der Begründung.

Wir hatten an anderer Stelle bereits gesehen, dass eine Begründung stets in einem logischen Zirkel oder im Dogmatismus landet (ein unendlicher Regress ist aus praktischen Gründen nicht durchführbar, Dogmatismus ist nichts anderes als das willkürliche Abbrechen eines unendlichen Regresses). Somit gibt es keine letztendliche Begründung.

Um dieser Tatsache nicht ins Auge sehen zu müssen, benutzen Gläubige in den Diskussionen meist eine zirkuläre Logik oder der Rückzug auf einen Supernaturalismus (d. h. alogische Argumente) als Ausweichreaktion.

Supernaturalismus ("Es ist so, weil Gott es so wollte") ist eine Methode, mit der man alles begründen kann, damit zugleich aber eben nichts, d. h. eine tautologische, sinnfreie Form, eine Pseudo-Begründung. Eine Theorie, die alles begründen kann, ist vollkommen wertlos, und ihre einzige Begründung ist dogmatischer Natur.

Wenn man länger mit Gläubigen (vor allem mit Fundamentalisten) diskutiert, wird man irgendwann auf zirkuläre Logik oder einen Rückzug auf den Supernaturalismus stoßen (oder auf beides). Wenn man beides nicht auflösen kann, ist ein weiterer Dialog sinnlos.

Das gilt natürlich auch dann, wenn man selbst in zirkuläre Logik oder Dogmatismus ausweicht - so viel Selbstkritik muss sein.

Konfusius, er sagt: "Wer behauptet, er suche die Wahrheit, aber nur findet, was er immer schon wusste, der hat sich selbst betrogen: Er hat nie gesucht."

⇐ Startseite - Gefühle ⇒
Platzhalter

Suche und weiter(es)

Suche
Glossar

HGA - Häufig geäußerte Argumente

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Stichworte
Alle Seiten


Diese Seite weiterempfehlen


Literatur- Verzeichnis


⇐ Startseite

Gefühle ⇒



NEU!
Wenn Sie diesen Artikel diskutieren möchten, dann gehen Sie bitte zu Atheisten.org
 
 


 
Verweis: [URL=http://www.dittmar-online.net/religion/dialog.html]Wie man Ideen und Vorstellungen auf andere Menschen überträgt[/URL]
oder: <a href="http://www.dittmar-online.net/religion/dialog.html">Wie man Ideen und Vorstellungen auf andere Menschen überträgt</a>