Neue Version: Unter
Illusion der Willensfreiheit finden Sie eine überarbeitete Fassung des Textes von
Harry Krämer zu dem spannenden Thema
Willensfreiheit.
Neuer Service: An dieser Stelle finden Sie
aktuelle Nachrichten aus der Politik sowie aus Wissenschaft und Forschung.
Neues Design: Das neue Design von →
Atheismus-Online stammt wieder von TIFA29, →
http://www.tifa29.de, ebenso das Design von →
http://www.atheismus-info.de. Ich hoffe, es gefällt Ihnen auch gut wie mir ...
Murks! Ich sehe gerade, dass alle meine Links auf Bibeltexte kaputt sind - der Server bible.gospelcom.net hat ohne Vorwarnung seine Formate geändert, vor allem bietet er keine revidierte Elberfelder Ausgabe mehr an. Inzwischen habe ich die Links durch einen Verweis auf einen anderen Bibelserver ersetzt (→
http://www.mf.no/), ich kann aber noch nicht garantieren, dass alle Links wieder funktionieren, die meisten gehen aber.
Unter →
http://www.atheismus-info.de finden Sie eine neue Website, die sich mit dem
Atheismus beschäftigt. Ich bin dafür kritisiert worden, dass meine Texte zu kompliziert zu lesen sind, mit allen den Syllogismen über Gott und die Religion. Daher habe ich mich entschlossen, eine Website zu gestalten, auf der einfacher argumentiert wird. Außerdem soll auf dieser Website gezeigt werden, wie man als
Atheist argumentieren kann, ferner werde ich dort im nächsten Jahr einige neue Ideen realisieren, die mir schon lange im Kopf herumgeistern. Lesen Sie den ersten (leider etwas längeren Artikel): →
Einführung in den Atheismus - Diskussionen über den Atheismus und sehen Sie selbst ...
Kleiner Hinweis: Sie finden vor einigen Links das Zeichen →, dies bedeutet, der Link führt Sie auf eine externe Website. Links, vor denen dieses Zeichen nicht steht, führen hingegen zu Artikeln auf dieser Website.
Ferner habe ich die Druckseiten verbessert, da man auf ihnen (sofern man sie ausgedruckt hat) nicht auf Links klicken kann, steht die Linkadresse hinter dem Text, zusammen mit dem Verweispfeil.
* Wichtiger Hinweis zur Website, bitte unbedingt lesen!
Wichtiger Hinweis in eigener Sache:
Der unglaubliche Glauben
Was Sie schon immer über Gott wissen wollten...
...aber Ihren Pfarrer nicht zu fragen wagten...
Momentan schreibe ich an einem Buch über Gott bzw. den Glauben an Gott. Es ist viel Zeit ins Land gegangen, seit ich auf dieser Website etwas Neues geschrieben habe. In dieser Zeit habe ich an meinem Buch geschrieben. Und wenn meine Freundin mich nicht dazu ermuntert hätte, es zu veröffentlichen, dann wäre nie etwas daraus geworden.
Im Moment bin ich dabei, das ganze Buch (545 Seiten in meiner Textverarbeitung) noch einmal durchzugehen. Dies, weil mir der Tenor des Textes nicht mehr gefällt.
Aber sobald es fertig ist, werden Sie auf dieser Seite darüber informiert. Zur Zeit habe ich noch keinen Verlag für das Buch, abgesehen davon ist es ja auch noch nicht fertig. Fast fertig ist die Website zum Buch. Ich werde diese rechtzeitig hier ankündigen.
Das Buch selbst reflektiert viel von meiner Erfahrung der letzten Jahre. Es spiegelt auch meine zahlreichen Diskussionen wieder, die ich mit Gläubige und Ungläubigen hatte. Und natürlich hatte ich seither einige neue Ideen. Es wird anders sein als die anderen Bücher über Atheismus oder den Glauben an Gott. Die meisten anderen Bücher sind von Philosophen geschrieben worden und enthalten so eine sehr philosophische Sicht des Glaubens an Gott. Meines erklärt zunächst die Grundlagen meiner eigenen Weltanschauung, die eines Naturalisten. Diese fehlen in den meisten anderen Büchern. Und von dieser Grundlage aus erkläre ich meine Kritik an dem Glauben an einen monotheistischen Weltenschöpfer.
Das Buch ist so ziemlich frei von Polemik, aber nicht frei von Humor. In Grundzügen erläutere ich auch meine neuen Ansichten über Religion im Allgemeinen, und meine neu entdeckte Sympathie für das Heidentum.
Sie dürfen gespannt sein... und mehr darüber demnächst auf dieser Website.
Ganz herzlich
Ihr \/olker Dittmar
P.S.: Das obige Bild ist mein erster Entwurf für das Titelbild des Buches Der unglaubliche Glauben. Und hier ist der temporäre Link auf die Website: Der unglaubliche Glauben
Wichtiger Hinweis zu einem anderen Thema
: Stehen Sie kurz vor einer Abtreibung? Dann sollten Sie sich diese Entscheidung noch einmal überlegen. Sie finden dazu Hilfe, Anregungen, Tipps etc. unter: →
www.vor-abtreibung.de. Reden darüber können Sie in einem eigens dafür eingerichteten →
Forum zum Thema Schwangerschaft und Abtreibungen. Ich mag zwar
Atheist sein, aber das macht mich nicht zu einem Befürworter von Abtreibungen!
Neues Forum!
: Mein eigenes Forum war bislang schlecht besucht, aus einem guten Grund - es ist Schrott. Aber es gibt ein Forum, in dem ich gerne alle Fragen mit Ihnen diskutiere: →
mykath. Sie können sich dort kostenlos anmelden.
Schluss mit Lustig
: Auf der neuen Website →
www.hahne-buechen.de finden Sie eine Kritik an Peter Hahnes Buch "Schluss mit Lustig" - ein Beitrag zur Wertediskussion.
Glaubenszweifel - die Website für den Zweifel
: Unter →
http://www.glaubenszweifel.de finden Sie eine neue Website, die sich mit Zweifel am Glauben und Unglauben beschäftigt.
Eine Herausforderung für atheistische Ansichten
Von einer amerikanischen Website (→
Questions and challenges for atheists, leider existiert diese Seite nicht mehr) habe ich ein paar Fragen, die von Theisten an
Atheisten gestellt werden. Hier sind meine Antworten:
Fragen an Atheisten.
Weitere neuere Artikel:
Neuigkeiten
Umfrage zu Gott: Ich habe eine kleine Umfrage zur Existenz des christlichen Gottes gemacht, es wäre sehr nett von Ihnen, wenn Sie daran teilnehmen. Ich möchte gerne wissen, wie meine Besucher darüber denken. Selbstverständlich ist die Umfrage vollständig anonym.
Umfrage zur Existenz Gottes
Vielen Dank für Ihre Teilnahme! Natürlich können Sie sich die Umfrageergebnisse auch ansehen, ohne daran teilzunehmen.
Umfrage zur Website: Und weil ich gerade dabei bin, hier noch eine Umfrage zur inhaltlichen Qualität dieser Website:
Umfrage zur Website
Was ist Atheismus?
Aus dem
Glossar:
Atheismus
: Wenn
Theismus der
Glaube an Gott ist, dann ist
Atheismus der Nicht-Glauben an Gott, d. h. das Fehlen eines Glaubens an übernatürliche Wesenheiten. Ein
Atheist ist als nicht jemand, der sagt "Es gibt keinen Gott"
[
1] sondern jemand, der sagt "Ich glaube nicht an Gott".
Agnostizismus
: Gnosis heißt "Erkenntnis", also bezeichnet
Agnostizismus Nicht-Erkenntnis. Im Zusammenhang mit Gott ist ein Agnostiker jemand, der sagt, dass man die Existenz Gottes nicht erkennen kann
Die Frage ist, ob man den
Atheismus rational und undogmatisch rechtfertigen kann oder nicht. Genau dieser Frage, ob es geht und wie es geht, ist Thema dieser Website. Keineswegs ist der
Atheismus eine Ideologie, sondern es handelt sich um die
Negation (Verneinung) einer Ideologie.
Weitere
Verweise zum Thema Atheismus (auf anderen Websites) finden Sie auf meiner
Linkseite. Bücher zum Thema
Atheismus finden Sie im
Literaturverzeichnis.
Das Bild der
Atheisten wird von den Theisten häufig sehr negativ gezeichnet. So wird den
Atheisten ganz gerne ein genereller Hang zu unmoralischem Verhalten nachgesagt. Dies geschieht aber meist nicht mit lauteren Argumenten, sondern auf eine Art und Weise, die weder moralisch noch logisch einwandfrei ist. Dazu lesen Sie bitte
Warum Christen die besseren Menschen sind,
Euthyphrons Dilemma und
Was ist eigentlich Sünde?.
Kleine Kinder sind z. B.
Atheisten, bis ihnen ein Erwachsener die Idee nahe bringt, es gäbe einen Gott. Menschen, die noch nie etwas von Gott gehört haben und deswegen keinen Glauben an ihn haben, bezeichne ich als "implizite
Atheisten". Menschen, die über Gott und den Glauben nachgedacht haben und deswegen den Glauben ablehnen, beschreibe ich als "explizite
Atheisten". Menschen, die behaupten, es gäbe keinen Gott, bezeichne ich als Antitheisten. Und Agnostiker bezeichne ich auch weiterhin aus Respekt als Agnostiker, obwohl sie meiner Definition nach
Atheisten sind (und ich ihrer Definition nach Agnostiker). Zur Unterscheidung von
Atheisten und Agnostiker siehe auch das FAQ:
Agnostizismus und Atheismus - wo ist da der Unterschied?.
Muss man den Atheismus rechtfertigen?
Eigentlich
muss man das nicht. Aber man
kann es. Vor allem muss man den Leuten erklären, was
Atheismus eigentlich ist. Häufig wird eine falsche Definition von
Atheismus verwandt und diese dann demontiert. Das machen einige Theologen, z. B. der Herr
Küng 2001
, sehr gerne. Es gibt nämlich (so sagt inzwischen die Mehrheit der Theologen) keinen Beweis für die Existenz Gottes. Wenn nun ein
Atheist tatsächlich behaupten würde (wie der Theologe ihm fälschlicherweise unterstellt), es gäbe keinen Gott, so müsste der
Atheist einen positiven Beweis der Nichtexistenz führen, was logisch unmöglich ist. Nur wer allwissend ist, könnte definitiv behaupten, dass kein Gott existiert. Also ist der
Atheismus irrational. Damit wäre allerdings die Behauptung, es gäbe keinen Weihnachtsmann, gleichermaßen irrational.
Man wird aber fast keinen einzigen
Atheisten aus den letzten Jahrhunderten finden, der behauptet, Gott existiere nicht. Hier wird eine falsche Definition von
Atheismus zugrunde gelegt, um die
Atheisten auf dieser Basis diskreditieren zu können. Denn sowohl die Mehrheit der Theologen als auch die Mehrheit der
Atheisten oder die Mehrheit der Agnostiker sind sich darüber völlig einig, dass es keinen Beweis für und auch keinen Beweis gegen einen Gott gibt. Es sind die Theisten, die sagen, dass man daher einen Glauben an Gott benötigt, sozusagen als Ersatz für einen Beweis. Und ein
Atheist ist schlicht jemand, dem dieser Glauben fehlt bzw. jemand, der Glauben für einen schlechten Ersatz für Wissen hält, und der daher die Idee, man könne jenseits des Wissens und jenseits des Erkennens etwas wissen oder erkennen, oft für unsinnig hält (mit Ausnahmen - es gibt auch Esoteriker, die
Atheisten sind). Außerdem müsste man genauer über die Eigenschaften Bescheid wissen, die ein Gott haben soll, um zu erwägen, ob dieser Gott existieren kann oder nicht.
Es gibt eine unendlich große Menge an Dingen, an die wir
nicht glauben. Bei gläubigen Christen gehören z. B. fast alle Götter anderer Religionen dazu. Also sind auch Gläubige dazu fähig, an etwas nicht zu glauben, obwohl sie keinen "Beweis für die Nichtexistenz" haben. Es ist nämlich nicht möglich, einen Beweis für Nichtexistenz zu haben - deswegen ist es irrational, an etwas zu glauben, weil die Nichtexistenz nicht bewiesen wurde ... In der logischen Umkehrung wäre es also nur rational, an etwas zu glauben, dessen Existenz bewiesen wurde oder zumindest sehr wahrscheinlich ist oder dessen Existenz unbedingt notwendig ist, um nachgewiesene Phänomene zu erklären. Mit der Hypothese "Gott existiert" kann man aber nichts erklären - siehe
Wie Theologen die Welt erklären.
Warum ich Atheist bin
Warum sollte man nicht an Gott glauben? Die Mehrheit der Menschen tut es doch!
Für einen Nicht-Glauben an Gott gibt es einen ganz einfachen Grund. Ich glaube nicht an Gott
aus Mangel an Beweisen.
Nehmen wir eine Analogie, um das Prinzip zu erklären. Angenommen, ein vertrauenswürdiger Freund erzählt mir, dass in ein leer stehendes Haus in der Nähe eine fünfköpfige Familie einzieht, Vater, Mutter und drei Kinder. Dann werde ich ihm dies ohne weiteres glauben. Denn das ist für den Ortsteil, in dem ich lebe, völlig normal. Aber angenommen, ich kenne das Haus und weiß, dass es eben nicht leer steht und dass darin eine Bekannte von mir lebt, mit der ich erst kürzlich gesprochen habe, und die auf jeden Fall hier weiter leben wollte. Dann würde ich anfangen, an der Geschichte zu zweifeln. Ich hätte immer noch keinen Grund, an meinem Freund zu zweifeln - denn solche Dinge kommen vor, und meine Bekannte könnte inzwischen ihre Meinung geändert haben. Aber ich würde so etwas wie einen Beweis oder ein Indiz fordern, bevor ich das völlig glaube.
Wenn nun aber mein Freund behauptet, dass in das Haus eine Familie vom Sirius einzieht, menschenähnliche Außerirdische - dann würde ich mit völligem Unglauben reagieren, Vertrauenswürdigkeit hin oder her, und ich würde einen
starken Beweis für seine Behauptung verlangen. Und nur nach dem Vorliegen eines
sehr überzeugenden Beweises (Fotos würden mir beispielsweise nicht ausreichen) würde ich anfangen, an diese Geschichte zu glauben (im Sinne von: vermuten, es sei wahr).
D. h. je weiter etwas von meiner alltäglichen Erfahrung weg ist, umso stärker müssen die Beweise sein, dass etwas wahr ist. Das ist das "normale" Verfahren. Das gilt in ganz besonders starkem Maße, wenn die gemachte Behauptung von mir eine Revision meines Denkens oder meiner Lebensweise erfordert. Je weiter etwas von meiner Wissensbasis entfernt ist, umso perfekter (überzeugender) müssen die Beweise sein.
Nun ist es so, dass die Behauptung, dass es ein unendliches, ewiges, allmächtiges, (all)gütiges, allwissendes, unsichtbares und allgegenwärtiges Wesen gibt,
unendlich weit von meiner eigenen Erfahrung weg ist. Außerirdische vom Sirius mag ich mir noch vorstellen können, aber bei Gott ist das fast unmöglich. Die Beweise für die Existenz Gottes müssten also sehr, sehr, sehr stark sein, erheblich besser, als wenn ich annehmen sollte, es zögen Außerirdische in ein Nachbarhaus ein.
Diese starken Beweise aber - so geben die Theisten selbst zu - existieren nicht. Im Gegenteil, die Gottesbeweise beruhen alle auf Denkfehlern und sind widerlegt (siehe
Gottesbeweise / Vorbemerkung zu den Gottesbeweisen), und die Berufung auf das Gefühl ist noch sehr viel schwächer. Auch die Behauptung, man müsse eben auf Beweise verzichten und "einfach so" glauben kann nicht befriedigen - denn dieses schwache Argument wird auch für Vishna, Krishna, Allah etc. angeführt. Danach könnte man sich für jeden Gott entscheiden - was aufgrund des Exklusivitätsanspruchs der Religionen nicht möglich ist. Man kann an alles glauben, wenn man seine rationalen Skrupel über Bord wirft, aber warum sollte man? Denn um zu entscheiden, warum ich den einen Glauben einem anderen vorziehe, muss ich meine Vernunft einsetzen und die Argumente abwägen. Deswegen gibt es ein
Primat der Vernunft gegenüber dem Glauben. Es wäre fahrlässig, ohne Not auf die Vernunft zu verzichten.
Warum das
Primat der Vernunft? Weil wir uns für einen Glauben
entscheiden müssen (es gibt sehr viele Möglichkeiten zur Auswahl - selbst dann, wenn man sich auf das Christentum beschränkt). Wir können natürlich (wie die übergroße Mehrheit der Gläubigen) den erstbesten Glauben nehmen, mit dem wir als Kind konfrontiert wurden - aber dann haben wir überhaupt keine Entscheidung getroffen, sondern diese dem "biografischen Zufall" überlassen. Wenn wir auf diese Weise
keine Entscheidung treffen, dann können wir auch nicht behaupten, wir hätten eine
rationale Entscheidung getroffen, denn diese bestünde aus einem Abwägen der Gründe für und wider etwas. Man kann auch nicht einfach anfangen, etwas zu glauben, um es dann für die richtige Entscheidung zu halten,
weil man es glaubt - dies ist ein logischer Zirkel. Allerdings locken so ziemlich alle Glaubensrichtungen damit, dass man sich
erstmal auf den Glauben einlassen solle, der Rest würde sich dann finden - was wiederum bedeutet, dass man
keine Entscheidung trifft. Da fast alle Glaubensrichtungen mit dieser Strategie der
Entscheidungsvermeidung locken, ergibt sich daraus kein Grund, sich für die eine oder die andere Richtung zu entscheiden. Dieser "Grund" (wenn es denn einer wäre) spricht für
alle Glaubensrichtungen, also für
keinen bestimmten. Wie wir es auch drehen und wenden: Ohne ein Abwägen der Gründe
für und wider gibt es keine Entscheidung, die Gründe können sich nicht erst einstellen, wenn wir bereits glauben, wir müssen also mit dem Abwägen beginnen,
bevor wir anfangen, zu glauben, ansonsten ist es eine Täuschung, anzunehmen, man habe sich aus vernünftigen Gründen für den Glauben entschieden.
Es nützt auch nichts, mir vorzuhalten, man müsse schließlich an etwas ohne Beweise glauben, z. B. an die Logik. Zum einen ist die Logik ein ungeeignetes Beispiel, weil sie
Voraussetzung meines Denkens ist, d. h., es ist kein Glauben nötig, sondern die Existenz der Logik ist die Vorbedingung, um überhaupt glauben zu können (das gilt für viele andere Beispiele auch - ich halte es sogar für einen unlauteren Trick, solche Beispiele überhaupt zu benutzen, was mein Misstrauen noch verstärkt). Zum anderen, selbst wenn der Theist recht hätte, und es gäbe Dinge, an die ein Glauben unverzichtbar ist, dann hätte ich nicht die Wahl, ob ich daran glaube oder nicht.
Ich habe aber die Wahl, ob ich an Gott glaube oder nicht. Mehr noch: Ich sehe in den Naturwissenschaften, dass Erklärungen besser sind, die auf Gott verzichten. Ich sehe sogar den Erkenntnisfortschritt, den es gegeben hat, seitdem man auf Gott als Supererklärung verzichtet hat. Die Behauptung, wir sollten auf starke Beweise verzichten, weil dieses in diesem Fall nicht sinnvoll ist, ist wiederum eine Behauptung, die weit weg von aller alltäglichen Vernunft ist und wiederum eines starken Beweises bedürfte, damit man sie akzeptieren könnte. Die Beweislast liegt bei den Theisten, die solches behaupten.
Gott mag existieren oder nicht existieren - dies ist von unserem Glauben daran vollkommen unabhängig - aber für den Glauben selbst bräuchte man eine rationale Rechtfertigung, und die gibt es nicht
[
2]. Folglich ist es sinnvoll, nicht an Gott zu glauben, bis zum Vorliegen eines wirklich starken Beweises. Und deswegen bin ich
Atheist.
In den anderen Artikeln zum Thema Psychologie,
Religion und Glauben beschäftige ich mich mit der Religion, speziell der christlichen und dem Wesen des Glaubens:
Wieso glauben wir, woran wir glauben und wie funktioniert der Glauben? Diese Fragen werden hier psychologisch fundiert beantwortet - und das theologisch-christliche Denken zugleich fundamental kritisiert. Es wird gezeigt, dass es keine rationale Rechtfertigung für den Glauben gibt, und dass demgegenüber der
Atheismus (das Fehlen eines Glaubens an Gott) eine vernunftgemäße Grundlage hat. Das Denken in der Religion ist
archaischer Natur, es ist dogmatisch-stagnierend und führt zur Intoleranz, weil sich der Glauben nicht mit der Vernunft verteidigen kann, sondern mit den Mitteln der Indoktrination und des Zwangs arbeiten muss, um sich durchzusetzen. Toleranz und Meinungsfreiheit folgen aus der Idee, sich irren zu können. Während die Wissenschaft den Irrtum einkalkuliert und ihm einen hohen Stellenwert bei der Erkenntnis zuweist, versucht der Theismus, den Irrtum zu verdrängen und zu ignorieren und sucht nach Erkenntnis jenseits der Erkenntnis, Wissen jenseits des Wissens und versucht die wissenschaftlich erklärbare Welt mit dem Unerklärlichen zu mystifizieren und dem Verstehen zu entziehen. Aber jenseits der Vernunft gibt es nur Unvernunft, jenseits des Verstehens nur Unverständnis und jenseits des Verstands nur Unverstand. Jenseits des Rationalen lauern die Denkfallen des Irrationalen und wer vom Obskurantismus angelockt in sie hingerät, der wird seinen Verstand gebrauchen müssen, um aus dem Labyrinth wieder hinauszufinden. Wie man dies macht, das ist das Thema dieser Seiten, eine Anleitung zur Dekonstruktion christlichen Denkens, eine Wegbeschreibung zum eigenständigen Denken, eine Anleitung, der Gedankenkontrolle der Religion zu entkommen. Denken in Freiheit ist das Ziel der Aufklärung.
Bis dieser Bereich fertig ist, muss ich Sie leider vertrösten, aber es gibt bereits einige Artikel zu diesen Themen im Bereich
Psychologie, Religion und Glauben:
Inhaltsverzeichnis für Religion-Glauben allgemein
Die Verteidigung des Glaubens (christliche Apologetik)
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Für Zweifler - gibt es Beweise für Gott? Einleitung
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Für Zweifler - gibt es Beweise für Gott? Teil I
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Für Zweifler - gibt es Beweise für Gott? Teil II
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Für Zweifler - gibt es Beweise für Gott? Teil III
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Für Zweifler - gibt es Beweise für Gott? Teil IV
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Für Zweifler - gibt es Beweise für Gott? Teil V
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Für Zweifler - gibt es Beweise für Gott? Teil VI
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Was sind Alltagsbeweise?
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Ex-Atheisten
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Fragen an Apologeten
Der Heilsplan der Christen
-
Der Heilsplan I / Wege zur Erlösung
-
Der Heilsplan II / Ist Gott gerecht?
Fragen der Moral
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Warum Christen die besseren Menschen sind
-
Euthyphrons Dilemma I
-
Euthyphrons Dilemma II
-
Was ist eigentlich "Sünde"?
-
Wie Eva und Adam ausgetrickst wurden
-
Adam - die wahre Geschichte?
-
Vom richtigen Umgang mit der Bibel
Anmerkungen zu Gott
-
Wer ist eigentlich Gott?
-
Göttliche Offenbarung
-
Vorbemerkung zu den Gottesbeweisen
-
Das Design-Argument
-
Komplexität und Gott
-
Das Theistische anthropische Prinzip I
-
Das Theistische anthropische Prinzip II
-
Kann Etwas aus dem Nichts entstehen?
-
Die Eigenschaften Gottes I
-
Draygombs Paradoxon - Gott und die Zeit
-
Die Eigenschaften Gottes II
-
Gott als die Ursache des Universums
-
Existenz existiert - unverursacht
-
Ein moralischer Beweis gegen die Existenz Gottes
-
Kalamitäten mit Kalam
Das Theodizeeproblem
-
Das Theodizeeproblem
-
Die Rechtfertigung Gottes
-
Die Offenbarung und das Theodizeeproblem
Logische Zirkel
-
Im Teufelskreis des Glaubens
-
Warum es keine Letztbegründung gibt
-
Im Teufelskreis des Glaubens II
-
Wie man dafür sorgt, dass es nur richtige Vorhersagen gibt
-
Strafandrohung im Christentum
-
Strafandrohung im Neuen Testament
Die Bibel
-
Kuriose Übersetzungsprobleme
-
Der Fundamentalirrtum
-
Warum uns Gott nicht hilft
-
Vom richtigen Umgang mit der Bibel
-
Das alte Testament
-
Prophezeiungen in der Bibel - kritisch betrachtet
-
Prophezeiungen über Jesus - kritisch betrachtet
Essays zum Thema Religion allgemein
-
Was ist eigentliche Glauben?
-
Warum das Christentum eine falsche Religion ist
-
Ockhams Rasiermesser
-
Die persönliche Gotteserfahrung
-
Eine Reise zu den Grenzen der Vernunft
-
Eine Sammlung unfertiger Ideen und Anmerkungen
-
Unglaublich! Niemand glaubt an Gott!
-
Wie man Unsinn entlarvt
-
Die Überzeugung ist ein schlimmerer Feind der Wahrheit als die Lüge
-
Überzeugung und freier Wille
-
Die Kunst der Täuschung
-
Gastbeitrag: Die Illusion Willensfreiheit von Harry Krämer
-
Der Glauben als Konflikt
-
Erbsünde und stellvertretendes Opfer
-
Die Uri-Geller-Show
-
Was ist von der modernen Theologie zu halten?
-
Einige persönliche Anmerkungen
-
Ist das Fehlen eines Beweises ein Beweis für Fehlen?
-
Nichts geschieht ohne Ursache
-
Was ist Wissenschaftsaberglaube?
Fragen an Atheisten
Atheismus
-
Die Begründung des Atheismus
-
Bayes Theorem
-
Sind Gläubige leichtgläubig?
-
Suche in der Dunkelheit
-
Brief an einen Atheisten - die Antwort
-
Das Argument des Unglaubens
-
Unglauben und freier Wille
Geschichten
-
Die Geschichte von Hank
Besonders empfehlen kann ich Ihnen auch die
Häufig geäußerten Argumente, wo ich einen Teil der theistischen Argumentation aufgegriffen habe, um sie kurz zu widerlegen.
Interessante Literatur zum Thema
Pro Atheismus
Boyer, Pascal: 2004,
Und Mensch schuf Gott, Klett-Cotta , Stuttgart. Eine anthropologische, neurobiologische und linguistische Theorie, warum der Mensch Gott erfinden musste, eine Theorie sämtlicher existierender Religionen - gründlich fundiert und experimentell abgesichert. Ein Muss, wenn man wissen will, wieso die Religionen entstanden sind.
Mackie, John L.: 1985,
Das Wunder des Theismus, Reclam, Ditzingen. Eine der besten deutschsprachigen Einführungen in den
Atheismus.
Barker, Dan: 1992b,
Losing Faith In Faith. From Preacher To Atheist., Freedom From Religion Foundation, Inc., Madison. Das Buch eines Mannes, der 19 Jahre lang fundamentalistischer Priester war und der
Atheist wurde. Humorvoll zu lesen, aber eben auch sachlich-fundiert.
Drange, Theodore M.: 1998,
Nonbelief and Evil: Two Arguments for the Nonexistence of God, Prometheus Books, New York. Zwei Argumente für die Nichtexistenz des (christlichen) Gottes, eines davon ist das
Theodizeeproblem, hier systematisch dargestellt und mit einer Widerlegung der meisten bekannten Lösungen des Problems.
Gale, Richard M.: 1993,
On the Nature and Existence of God, Cambridge University Press, Cambridge. Sehr in die Tiefe gehendes Werk über die Natur Gottes.
Martin, Michael: 1990,
Atheism: A Philosophical Justification, Temple University Press, Philadelphia. Das grundlegende Werk zur Einführung in den
Atheismus, sehr anspruchsvoll.
Martin, Michael (Hrsg.) und Monnier, Ricki (Hrsg.): 2002,
The Impossibility of God, Prometheus Books, New York. Ein Buch mit sog.
atheologischen Argumenten, die beweisen, dass es keinen Gott geben kann.
Minois, Georges: 2000,
Geschichte des Atheismus. Von den Anfängen bis zur Gegenwart., Böhlaus Nachf., Weimar. Das Geschichtswerk über den
Atheismus.
Smith, George H.: 1979,
Atheism : The Case Against God, Prometheus Books, New York. Gründliche und systematische Einführung in den
Atheismus.
Contra Atheismus
Bibel: 2001,
Die Bibel, R. Brockhaus, Haan. Das Buch der Bücher - laut Isaac Asimov eine der besten Begründungen für den
Atheismus, die je ersonnen wurden.
Fries, Heinrich und Glockmann, Peter: 1971,
Ich sehe keinen Gott, Herderbücherei, Freiburg. Auseinandersetzung mit dem
Atheismus aus gläubiger Sicht.
Frossard, André: 1970,
Gott existiert. Ich bin ihm begegnet., Herder, Freiburg. Ein überzeugter
Atheist begegnet Gott und wird so von seiner Existenz überzeugt - kein Roman, sondern ein autobiographischer Bericht eines Ex-Atheisten.
Küng, Hans: 2001,
Existiert Gott? Antwort auf die Gottesfrage der Neuzeit, Piper, München. Auseinandersetzung mit der Frage nach der Existenz Gottes aus theologischer Sicht, fundiert, aber langatmig und wenig befriedigend
Kutschera, Franz von: 1991,
Vernunft und Glaube, de Gruyter, Berlin. Gründliche Einführung in den Glauben und eine Begründung dafür, warum es vernünftig ist, zu glauben.
Lewis, Clive Staples: 2001,
Pardon, ich bin Christ. Meine Argumente für den Glauben., Brunnen-Verlag, Gießen. Vernünftige Gründe eines ehemaligen
Atheisten, warum er an Gott glaubt und Christ wurde, literarisch sehr gut gemacht und sehr gut zu lesen.
Sölle, Dorothee: 2002,
Gott denken. Einführung in die Theologie., Dtv, München. Gute Einführung in die Theologie über Gott.
Weissmahr, Bela: 2002,
Philosophische Gotteslehre, Kohlhammer, Stuttgart. Eine gründliche und tiefgehende philosophische Einführung in die Gründe, an die Existenz Gottes zu glauben, argumentativ sicher das fundierteste Werk Pro-Werk, das ich bislang gelesen habe.
Das ist nur ein Ausschnitt aus meinem
Literaturverzeichnis. Dort finden Sie noch weitere Literatur zum Thema.