Du kannst nicht zwei Herren dienen: Gott und der Wahrheit.
Inhaltsverzeichnis:

      Frage: Gibt es einen Gott?
      Frage: Hat Jesus gelebt?
      Frage: Ist Jesus auferstanden?
      Frage: Ist Jesus für unsere Sünden gestorben?
      Frage: Gibt es die Hölle?
      Frage: Gibt es ein Paradies?
      Frage: Gibt es das ewige Leben?
      Frage: Haben Menschen eine Seele?
      Frage: Ist Religion nützlich?
      Frage: Ist die Welt gerecht?
      Frage: Warum sollte man kein Christ sein?
      Frage: Gibt es den Teufel?
      Frage: Gibt es Engel?
      Frage: Gibt es die heidnischen Götter?
      Frage: Was ist dran am christlichen Glauben?
      Frage: Warum gibt es den christlichen Glauben?
      Frage: Sollte man sich nicht bemühen, nach christlichen Maßstäben zu leben?
      Frage: Gibt es eine Moral?
      Frage: Ist Gott der Grund für die Moral?
      Frage: War Hitler nicht ein Atheist?
      Frage: Ist die Materie alles, was es gibt?
      Frage: Gibt es das Übernatürliche?
      Frage: Gibt es nicht mehr als die natürliche Welt?
      Frage: Leben gläubige Menschen nicht moralischer als Ungläubige?
      Frage: Sollte ich einer Religion anhängen, wenn mich das glücklich macht?
      Frage: Kann man auch als Atheist glücklich leben?
      Frage: Sollte man nicht an etwas glauben?
      Frage: Ist die Theologie eine Wissenschaft?
      Frage: Sollte man Atheismus an der Schule lehren?

 

Frage: Gibt es einen Gott?

Antwort: Nein.

 

Frage: Hat Jesus gelebt?

Antwort: Nein. Und wenn es einen jüdischen Wanderprediger namens Yehoschua gegeben haben sollte, hat er wenig mit dem Jesus der Evangelien zu tun, nichts mit dem »Jesus des Glaubens«. Letzterer ist ohnehin eine stetige Neuerfindung von Gläubigen. Jeder hat sein eigenes Bild von Jesus, das mit dem antiken Jesus wenig zu tun hat, wenn es einen solchen gegeben haben sollte.

 

Frage: Ist Jesus auferstanden?

Antwort: Nein. Berichte über angebliche Begegnungen mit Jesus nach seinem Tode sind ebenso glaubwürdig wie die Augenzeugenberichte, nach denen Elvis lebt. Ohnehin, da Jesus nie gelebt hat, kann er nur in der Fantasie der Jünger oder Gläubigen auferstanden sein. Jesus ist der Harry Potter der Antike.

 

Frage: Ist Jesus für unsere Sünden gestorben?

Antwort: Nein. Wenn er gelebt haben sollte, dann ist er für die Sünden gestorben, die ihm die anderen Juden und/oder die Römer angehängt haben, gleichgültig, ob er sie wirklich begangen hat oder nicht.

 

Frage: Gibt es die Hölle?

Antwort: Nein. Die Hölle ist eine Erfindung von Leuten, die kleine Kinder und vom Glauben abweichende Menschen erschrecken soll. Die einzige Hölle, die es gibt, ist die, die einige Leute anderen Personen bereiten.

 

Frage: Gibt es ein Paradies?

Antwort: Nein. Das Paradies ist eine Erfindung von Leuten, die kleine Kinder und vom gläubigen Menschen eine Belohnung für ihre Konformität bieten soll. Das einzige Paradies, das es gibt, ist das, was wir uns selbst bereiten können – oder anderen.

 

Frage: Gibt es das ewige Leben?

Antwort: Nein. Wenn doch, wäre dies ein schrecklicher Umstand. Wir sind nicht dazu gemacht, ewig zu leben. Was den Tod überdauert sind die Erinnerungen der Leute an den Toten. Man sollte sich lieber darum bemühen, in guter Erinnerung zu bleiben, als einen Gedanken an ein angeblich ewiges Leben zu verschwenden.

 

Frage: Haben Menschen eine Seele?

Antwort: Nein. Jedenfalls keine, die den Tod übersteht.

 

Frage: Ist Religion nützlich?

Antwort: Nein. Allenfalls, um eine Gemeinschaft zu fördern, gemeinsam zu feiern, gemeinsam Trost zu finden und um sich gemeinsam mit anderen zu freuen und Rituale zu veranstalten. Die monotheistischen Religionsgemeinschaften haben darüber hinus den fragwürdigen »Nutzen«, andere auszugrenzen und zu verdammen, die über diese Welt anders denken als sie. Vermutlich, weil sich einige Menschen dann besser fühlen.

 

Frage: Ist die Welt gerecht?

Antwort: Nein. Definitiv nicht. Warum einige Menschen glauben, die »nächste Welt« sei es, bleibt unerfindlich. Man kann das nur damit verstehen, dass Menschen sich gerne Hoffnungen machen, so unrealistisch die auch sein mögen. Wir wünschen uns die Welt gerecht, also ist es sie irgendwie. Da es sich herumgesprochen hat, dass diese Welt nicht gerecht ist, muss zum Ausgleich die nächste Welt umso gerechter sein. Das hat nicht mehr Substanz als zu sagen: »Ich gewinne mit sechs Richtigen im Lotto, weil ich mir das so wünsche«.

 

Frage: Warum sollte man kein Christ sein?

Antwort: Weil der christliche Glauben eine intellektuelle Bankrotterklärung ist. Der einzige Grund, Christ zu sein und einer der großen christlichen Kirchen anzuhängen ist der, dass man in einigen Berufen sonst keine Arbeit findet. Das ist die einzige Rechtfertigung, die man anerkennen kann. Der Rest heißt doch nur, dass man aus Bequemlichkeit Christ bleibt, weil man selbst und die Vorfahren das »schon immer« waren (präziser: Seit man unsere Vorfahren mit Feuer und Schwert dazu gezwungen hat, Christen zu werden und sich der Kirche zu unterwerfen).

 

Frage: Gibt es den Teufel?

Antwort: Nein. Es gibt aber Menschen, die sich wie einer verhalten.

 

Frage: Gibt es Engel?

Antwort: Nein. Es gibt aber Menschen, die sich wie welche verhalten.

 

Frage: Gibt es die heidnischen Götter?

Antwort: Ja. Wenn man unter Göttern moralische Leitideen versteht, oder Naturkräfte, oder mythische Gestalten, die uns Anregungen für unser Leben geben können: Leitideen gibt es, Naturkräfte gibt es, und in den Mythologien werden Figuren beschrieben, die uns Denkanstöße für unsere Lebensgestaltung geben können. Wenn man darunter eigenständige Lebewesen versteht, die tatsächlich gelebt haben, lautet die Antwort: Nein.

 

Frage: Was ist dran am christlichen Glauben?

Antwort: Nichts. Warum sollte man meinen, die Welt sei so, wie es sich ein paar unserer Vorfahren mal gewünscht oder gedacht haben? Warum sollte man glauben, sechs Richtige deswegen im Lotto zu haben, weil sich die Eltern das für sich selbst gewünscht haben? Man sollte seine Wünsche als Anregung nehmen, sein Leben zu gestalten – aber doch nur, insoweit man dies mit seinen Fähigkeiten auch schaffen kann.

 

Frage: Warum gibt es den christlichen Glauben?

Antwort: Um andere Leute dazu zu veranlassen, nach den eigenen moralischen Maßstäben zu leben. Die meisten Christen sind zu klug, selbst danach zu leben. Was auch gleich die Frage beantwortet, ob man selbst danach leben sollte: Nein.

 

Frage: Sollte man sich nicht bemühen, nach christlichen Maßstäben zu leben?

Antwort: Nein. Siehe vorige Frage. Wenn nicht einmal viele christliche Gläubige danach leben, was für einen Sinn ergibt das dann?

 

Frage: Gibt es eine Moral?

Antwort: Ja, es gibt sogar mehrere. Moral besteht aus den Regeln, mit denen wir versuchen, menschliche Probleme des Zusammenlebens zu lösen. Diese Regeln fallen so wenig vom Himmel wie Geld. Wobei: Bei Geld ist das durchaus möglich, bei der Moral nicht.

 

Frage: Ist Gott der Grund für die Moral?

Antwort: Nein. Erstens, weil es ihn nicht gibt. Zweitens, die Religionen auch keine besseren Problemlösungen für die Probleme des Zusammenlebens bieten als irgendwelche anderen Regelwerke. Manchmal machen sie es sogar noch schlimmer: Die abrahamitischen Religionen konnten im Nahen Osten die Probleme des Zusammenlebens nicht lösen, sondern haben sie eher noch schlimmer gemacht. Man braucht keinen Gott, um danach zu streben, mit anderen Menschen friedlich zusammenzuleben.

 

Frage: War Hitler nicht ein Atheist?

Antwort: Nein. Hitler war ein gläubiger Katholik, der seine eigene Fassung der Religion haben wollte, um andere Menschen noch besser beherrschen zu können. Siehe auch [Steigmann-Gall 2004], für eine kurze Einführung →Third Reich Christianity: Nazi Germany as Implementation of a Christian Agenda. Ebenso: →The Atheist Atrocity Fallacy.

Ergänzend dazu gibt es ein schönes Video: →Schachmatt, Atheisten! Ich sag' nur Hitler! 

Frage: Ist die Materie alles, was es gibt?

Antwort: Nein. Zahlen z. B. sind keine materiellen Gegenstände, aber es gibt sie.

 

Frage: Gibt es das Übernatürliche?

Antwort: Nein. »Übernatürlich« ist ein anderes Wort für unbekannt. Das Unbekannte gibt es, das ist ein ganz natürlicher Umstand.

 

Frage: Gibt es nicht mehr als die natürliche Welt?

Antwort: Nein. Über die natürliche Welt hinaus existiert nur das Unbekannte.

 

Frage: Leben gläubige Menschen nicht moralischer als Ungläubige?

Antwort: Nein. Wo in Ihrem Umfeld haben Sie das schon jemals beobachten können? Am Verhalten den Mitmenschen gegenüber kann man Gläubige nicht von ungläubigen Menschen unterscheiden. Das Einzige, was Gläubige und Ungläubige im Verhalten voneinander unterscheidet sind die Gründe, die sie für ihr Verhalten angeben und die Worte, die sie darum machen. Außerdem vielleicht noch eine abweichende Gestaltung von Ritualen.

 

Frage: Sollte ich einer Religion anhängen, wenn mich das glücklich macht?

Antwort: Ja. Qualitativ unterscheidet sich das aber nicht von der Antwort auf die Frage, ob man Alkohol trinken sollte: In Maßen kann es einen etwas glücklicher machen. In zu hohen Dosen wirkt beides eher schädlich.

 

Frage: Kann man auch als Atheist glücklich leben?

Antwort: Ja.

 

Frage: Sollte man nicht an etwas glauben?

Antwort: Nein. Es sei denn, man versteht unter »glauben« etwas zu vermuten, das auch falsch sein kann. Diese Art zu glauben ist sogar unvermeidlich. Aber das ist kein Grund, sich darum zu bemühen, etwas zu glauben, für das es keine Beweise gibt oder geben kann (= religiöser Glauben).

 

Frage: Ist die Theologie eine Wissenschaft?

Antwort: Nein. Siehe →Warum die Theologie keine Wissenschaft ist

 

Frage: Sollte man Atheismus an der Schule lehren?

Antwort: Nein. ↑Atheismus ist die natürliche Folge einer Bildung ohne Indoktrination.



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